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Rumänien&Moldawien-Touren 2016 / 2017 / 2022

 

       

 

2016

 

   

Donnertstag, 25. August 2016

T K
 Im August/September 2016 waren wir ein paar Tage fotografisch in Rumänien unterwegs - bietet das Land doch einen durchaus interessanten Bahnbetrieb. Die (Bahn)Anreise erfolgte übrigens über die Schweiz, Italien, Slowenien und Ungarn.    
Die erste Aufnahme in Slowenien entstand am 25.08.16. Zu sehen ist 664 103 mit einem E-Wagen-Zug in Nova Goairca...   X
... 813 041 kommt gerade als R 601 aus Jesenice in Nova Gorica an...   X
Einen Tag später wurde 813 031 als R 4208 in Bohinjska Bistrica gefuzzt.   X
Im rumänischen Arad wurden am 28.08.16...   X
...  noch beiläufig ein paar Straßenbahnen...   X
...  fotografiert.   X

Montag, 29. August 2016

   
An den ersten beiden Tagen lag das Hauptaugenmerk auf den französischen Caravelle-Triebwagen, die noch recht zahlreich rund um Timisoara zu finden sind. Wir fotografierten u.a. 97-0510 als R 14388 bei Tomnaticu... X  
... 57-0202 als R 14318...   X
...  in Satu Nou... X  
... bis Satour Nou hatten wir auch den 510er wieder eingeholt. Wir hefteten uns ihm an die Versen und fuzzten ihn auch noch in...   X
... Sandra... X  
... Biled...   X
... schon wieder Biled... X  
... Becicherecu Mic...   X
...Pescărețu Mic... X  
... Ronat Triaj...   X
... 97-0539 war als R 14320 bei Nerau unterwegs... X  
... und wurde sowohl in Comlosu Mare...   X
... wie auch in Lovrin abermals erwartet... X  
... im Bahnhof Lovrin trafen wir auf 97-0566 als R 14390...   X
... natürlich wurde auch dieser Zug verfolgt... X  
... Bilded...   X
... Pescaretu Mic... X  
... Sandra...   X
... und abschließend nochmals in Dudestii Noi... X  
... nun ging es nach Varias. Dort fuzzten wir 57-0510 als R 14319...   X
... nahe Lovrin hielten wir 97-0523 als R 14389 unsere Cams entgegen... X  
... auch dem 510er begegneten wir in Lovrin ein weiteres Mal.   X
... Landestypisches Transportmittel! ... X  
... Auch Ferkeltaxen sind in Rumänien noch im Einsatz. In Carpinis trafen wir...   X
...  auf 790 123; 523, 503 und 103 als R 9591... X  
... die wir bis Clarii Vii...   X
... wieder überholt hatten ... X  
... 57-0366  ein weiterer Kollege waren bei Periam als R 14323  unterwegs gen Nerau...     X
... nächstes Ziel waren 97-0572 und 57-0432 als R 14365 in Sannicolau Mare...  X  
... das Tagesabschlußfoto entstand nahe Nerau - zu sehen ist 97-0566 als R 14326.    X

Dienstag, 30. August 2016

   
Der 30.08. startete bei Timiseni mit 57-0510 als R 14505... X  
... das nächste Ziel war dann Cruceni. Dort passten wir 97-0586 als R 14542 (Cruceni-Timisoara Nord) ab und verfolgten ihn...   X
... nach... X  
... Peciu Nou...   X
... und Timisoara Vest. X  
... weiter ging es mit 57-0486 als R 14545 bei Sanmihaiu...     X
... auch moderne Triebwagen haben wir angetroffen - hier ein Desiro in Carpinis als R 9590... X  
... in Jebel fotografierten wir 57-0441...   X
... als R 14509...  X  
... nicht mehr viel von der Formsignalherrlichkeit war in Padureni zu sehen. Umso interessanter ist dafür... X  
...  dieser Malaxa-Triebwagen 940...   X
... als R 9563...   X
... die Ferkelleistung vom Vortrag wollten wir auch am 30sten ablichten, dieses Mal in Beregsau Mare... X  
...  den Abend verbrachten wir dann (sehr zum Leidwesen der örtlich zuständigen Schrankenbedienerin) in Jebel. Dort wollten noch 977-0990 als R 9666....   X
... und 97-0541 und 0566 als R 14510 auf die Chips. X  

Mittwoch, 31. Agust 2016

   
... auf die Idee, eine Müllhalde als Motiv einzubauen, muß man erst einmal kommen! :-)    76-1458 als R 4333 bei Episcopia Bihor...     X
... im Bahnhof Cefa wurde eine erhöhte Position bezogen. Wir hielten dann 64 1363 mit dem R 1834 unsere Kameras entgegen... X  
... im "kleinen Grenzverkehr" erlebten wir 82-0446 mit dem R 369 (Püspökladany-Salonta) bei Oradea Vest...   X
...  nächster Halt war Biharia. Dort knipsten wir 60-0858... X  
... mit dem D 6812 aus Debrecen...   X
... 57-0627 und 783207 verlassen hier als IR 15034 gerade den Bahnhof von Oradea... X  
... unweit von Chiribis fuzzten wir anschließend zwei unbekannt gebliebene Caravellen...   X
... als R15873... X  
... 62 0741 beschleunigt mit dem R 11400 aus dem Bahnhof von Sacueni Bihor. Der gerade noch links parkierende Getreidezug machte den Anschein, als wolle er dem Personenzug im Block folgen...   X
... sodaß wir uns einfach mal nahe Diosig Position bezogen. Und wir wurden belohnt mit 60 1372 und 60 1345! ...   X  
...  wir düsten nach Biharia und verewigten das örtlcihe Formsignal mit 57-0638 als R 11400...   X
... auch der bekannte Getreidezug... X  
... wollte nochmals mit aufs Foto...   X
... im Bahnhof Sacueni wollte 60 1213 mit dem R 4337 auf die Chips... X  
... ja ja, DB Schenker/Cargo ist übrall zu finden...   X
... auch in Diosig (60 9010 mit vermeintlichem Getreidezug)...   X  
... leicht verspätet (für rumänische Verhältnisse sind 90 Minuten nichts!) erreicht ein unbekannter Caravelle Diosig als R15870...   X
... 76-1456 als R 4336 ebenfalls in Diosig... X  
... da es uns in Diosig gefallen hat, wollten wir auch den abendlichen Nachtzug 1934 von Satu Mare nach Bukarest hier machen. Während sich der erste Fotograf vor dem Bahnhof befand...   X
... schaute der zweite Mann den örtlichen Bediensteten auf die Finger. X  

Donnerstag, 01. September 2016

   
Am Morgen des 1. September machten wir es uns bei Ramificatia Botiz gemütlich, ehe 76-1459 als R 4403 um die Ecke bog... X  
... im kleinen Grenzverkehr nach Ungarn war an diesem Tag 127 416 (als R 36322) eingesetzt...   X
... er wurde kurz nach der Abfahrt in Carei gefuzzt...   X  
... nun stand endlich mal wieder etwas lokbespanntes auf dem Programm: Der Nachtzug 1741 von Bukarest nach Satu Mare wurde... X  
... in General Gheorghe Avramescu samt führender 64 1013 abgepaßt...     X
... in Satu Mare Nord wurde eine Brücke geentert und gnadenlos auf den mutmaßlichen R 4090 draufgehalten - 60 1197 brachte den Zug aus Baia Mare...   X
... und nochmals Grenzverkehr, dieses Mal in Moftin in Form von 62 0693 mit dem R 6822 aus Debrecen - der Endbahnhof wird Satu Mare sein...   X  
... noch rund zwanzig Stunden Fahrt hat der D 1944 (Satu Mare - Mangalia) vor sich, als wir ihn bei Odoreu mit 64 1013 fotografierten...    X
... während sich manche der Mitreisenden an den Caravellen nicht sattsehen konnten, hatten wieder andere ihre helle Freude an diesem Geschoß: 92 0102 als R 4084 in General Gheorghe Avramescu. :-) ...   X  
... die Rückleistung der 62 0693 (R 6823) warteten wir in Domanesti ab...   X
... in Valea lui Mihai wurde auf ein MAV-Pferdchen in Form von 418 326 umgesattelt, sodaß wir den... X  
... 6823 ein weiteres Mal ablichten konnten... X  
... nächste Station Simian: Zu sehen gabs hier 76-1456 als R 4336...   X
... landestypisches Transportmittel... X  
... schade, daß hier kein Güterzug kam! *g* Aber auch den Schnellzug 1742 (Satu Mare-Bukarest) mit der führenden 65-0922 nahmen wir dankend an.   X

Freitag, 02. September 2016

   
Und schon war auch wieder der letzte Tag unseres Rumänien-Urlaubs gekommen. Morgens standen wir uns in Lacu Crisului die Füße platt und warteten auf den IC 362 (Cluj-Budapest)...   X
...  vierzig Minuten später stand der nächste Zug an: 76-1403 als IR 15031 (Cluj Napoca-Oradea)... X  
...  eine halbe Stunde später war wieder Nachtzug-Zeit: 65-0989 mit...   X
... dem D 1741 (Bukarest-Satu Mare).... X  
... in Ciucea fotografierten wir modernen Nahverkehr in Form des R 3074...   X
... 78-3216 als IR 15033 bei Poieni war der nächste Programmpunkt... X  
... für den IR 1834 fiel uns motivlich nicht viel ein, sodaß wir einfach mal einen auf "den kann man doch auch breit machen"-machten...   X
... irgendwann mal könnte noch ein InterCity aus Budapest kommen, da sich die verschiedenen Auskunftssysteme widersprachen, warteten wir einfach mal in Braisoru. Doch erst einmal kam nur Baugruscht... X  
... gefolgt von 76-1404...   X
... als IR 15034... X  
... und dann endlich 65-1300 mit dem IC 367 (Budapest-Brasov)...   X
... im Bahnhof Aghires pausierte ein Schotterzug samt 60 1641... X  
... aus der Gegenrichtung brummten 96 2085 und 96 2547 als R 3629 daher...   X
... bis Huedin hatten wir den Zug wieder eingeholt... X  
... hhhmmmm, unverarbeitete Schnitzel! :-)  ...   X
... nicht ganz pünktlich war der IC 366 (Brasov-Budapest-Keleti) mit 65-1300 an der Spitze... X  
... jetzt aber Fuß aufs Gas und ab nach Lacu Crisului - und tatsächlich, wir hatten den InterCity wieder eingeholt...     X
... nun brausten wir nach Piatra Craiului - stand doch der IR 1833 an, welcher von 64 1363 gezogen wurde... X  
... 76 1403 konnten wir bei Negreni als IR15037 auf die Chips brennen...   X
... das Tagesschlußfoto zeigt den R 3075 mit der führenden 62 1051 nahe Negreni. X  
 

2017

 

Montag, 28. August 2017

   
Im Sommer 2017 waren wir ein paar Tage in Rumänien fotografisch unterwegs. Das Hauptziel waren die Urlauberzüge nach Mangalia, aber auch „nebenbei“ ist so manche schöne Aufnahme entstanden. Nun aber genug der einleitenden Worte – laßt Bilder sprechen!    

Wir schreiben den 28. August und wachen in einem Hotel auf Mamaia auf. Schon bei Sonnenaufgang schlagen wir in Tuzla auf, sollte doch schon in Kürze der IR 1921 (Sibiu-Mangalia) hier eintreffen. Für Traktion sorgte 64 1385...

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... wir fuhren nach Costinesti, wo wir auf den Gegenzug warteten. Hier sieht man deutlich, daß die ankommenden Nachtzüge auch gerne mal tagsüber als R eingesetzt werden. Wir sehen R 8802 (Mangalia-Constanta) mit der führenden 66 1133...  

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... aus der Gegenrichtung drohte sich wenig später 63 1326-6 mit dem D 1966 (Iasi-Mangalia) an...

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... gerade einmal zwanzig Minuten später sollte auch schon der nächste Schnellzug kommen. Wir düsten wieder nach Tuzla...

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… und hielten 65 1349 mit dem D 1944 (Satu Mare-Mangalia) unsere Cams entgegen...

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... nahe Eforie Sud erwarteten wir dann 65 0944 mit dem D 1992 (Timisoara Nord-Mangalia)...

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... da ist schon wieder eine „Nachtzuggarnitur“ auf Zwischenfahrt nach Constanta, dieses Mal zieht 64 1046...

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... nun ging es wieder nach Tuzla, hier gab es…

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… 66 1133 mit dem D 1924 (Arad-Mangalia) zu sehen...  

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... ein paar Meter weiter warteten wir dann auf den Tagesschnellzug aus Bucuresti, welcher IR 1981 hieß und von 65 1384 gezogen wurde...

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... bis Costenesti hatten wir den Zug wieder eingeholt...

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... keine 15 Minuten später kam schon der nächste Fernzug in Form von 64 1395 und IR 1994 (Craiova-Mangalia)...   X

... nach einer Verfolgung zu Fuß wurde ein zweites Mal auf die Auslöser gedrückt...

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... nun aber geschwind ins Auto! Am Ortsausgang von Costinesti gabs dann das dritte Foto des 1994...

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... Neptun ist ein sehr gepflegter Bahnhof, sodaß wir uns entschlossen...

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… den D 1932 (Oradea-Mangalia) mit der führenden 64 1046 hier abzulichten...

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... ach, da ist ja der Dosto wieder: 64 1385-5 mit dem R 8801 (Constanta-Mangalia) bei Tuzla...

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... so langsam drehte die Lastrichtung und die ersten Schnellzüge verließen Mangalia wieder. Bei Eforie Sud fuzzten wir 65 1349-3 mit dem D 1945 (Mangalia-Satu Mare)…

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... und nochmals die volle Bandbreite...

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... hach, so lässt sich das Warten wirklich aushalten! 64 1046 mit dem D 1931 (Mangalia-Oradea) bei Eforie Sud...

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... unser Tagesabschlußfoto wollten wir in Mangalia selbst anfertigen. Wir wählten das ESig als Motiv und fotografierten hier 65 0944 mit dem IR 1922 (Mangalia-Sibiu) bei Mangalia. Unser Mitgefühl galt den Reisenden im Zug - 13 Stunden in einem solchen Dosto läuft wohl unter hardcore... :-)

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Mittwoch, 30. August 2017

   
Wir schreiben den 30. August 2017 und wachen abermals in Mangalia auf. Heute wollten wir uns der Strecke von Medgidia nach Tulcea mit ihren sagenhaften drei Zugpaaren widmen (abseits der Saison sind es wohl nur deren zwei!).    

Sehr zur Freude von 3/4 der Fotografen haben wir schon am Vortag bei der Mitfahrt festgestellt, daß einer der beiden Umläufe lokbespannt verkehrt! Juhu! 60 1376-2 mit dem R 8651 (Medgidia-Tulcea) bei Mihail Kogalniceanu...

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... aus der Gegenrichtung kam wenig später 78 0785 als R 8652 (Tulcea-Medgidia)wir warteten in der Wildnis von Gura Dobrogei...

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... den Urlauberzug (IR 1989) aus Bucurest in Form des 96 2507 passten wir in Nicolae Balcescu ab...

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... hier war erst einmal kein Blumenkübel mehr zu holen, sodaß wir gen Medgidia fuhren. Vielleicht geht ja an der E-Piste was. Doch so weit kamen wir gar nicht, als wir einen Güterzug sichteten, den wir unbedingt haben wollten. Also wieder „rauf ins Gebirge“. :-)...

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... nahe Cogealac fanden wir eine Stelle, bei der das Licht sogar paßte. 60 0971 1325 hatten eine ordentliche Schlange an Wagen am Haken! ...

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... im Bahnhof von Mihai Viteazu hielten wir dem Zug unsere Cams abermals entgegen...

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... Kreativfuzz! ;.) ...

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... da der Zug naturgemäß nicht sonderlich schnell unterwegs war, hatten wir ihn bis Cataloi auch schon wieder eingeholt...  

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... nun hat der Zug sein Ziel fast erreicht – Tulcea ist nicht mehr weit...

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... in Tulcea Oras machte sich unterdessen 60 1376 mit dem R 8654...

 
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...  bereit für die nachmittägliche Rückfahrt nach Medgidia...   X  

... die erste Streckenaufnahme vom 8654 machten wir in Cataloi...

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... in Mihail Kogalniceanu fand „reger“ Fahrgastwechsel statt…

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... bei Babadag gibts einen hübschen Ausblick...

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... Die Einfahrt Dobrogea…

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... nahmen wir in mehreren Variationen auf…

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... hier findet die Kreuzung mit dem Malaca aus Medgidia statt...

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... wir verfolgten den 8654 noch ein kleines Stückchen...

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... ehe wir wendeten und uns dem Malaxa widmeten. Hier sehen wir...

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… 78 0785 als R 8655 (Medgidia-Tulcea Oras) bei Zebil...

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... und nochmals kurze Zeit später…

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... unsere Tagesabschlußfotos fertigten wir dann…

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… in Cataloi an.

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Donnerstag, 31. August 2017

   

Heute wachen wir abermals in Mangalia auf. Da es uns an der Strecke nach Tulcea gestern so gefallen hat, wollen wir auch heute nochmals unser Glück probieren.

   

Wir positionieren uns nahe Tirgusor Dobrogea und hoffen, daß der lokbespannte Zug von gestern auch heuer fahren würde...

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... und ja, dies tat er tatsächlich: 60 1376 mit dem R 8651! ...   X

... für den Gegen-R 8652 fuhren wir geschwind nach Targusor – Wolkenlotto gerade noch so gewonnen! ...

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... auch heute wollten wir den Urlauberzug aus Bucuresti verhaften (was bleibt einem bei DER Zugdichte auch anderes übrig). Wir quälten unseren Leih-Kia zu einer hübschen Motiv-Brücke nahe Targusor…

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… fast schon auf die Minute pünktlich dieselte 96 2007-4 als IR 1989 an uns vorbei... X  

... da „oben“ in nächster Zeit nichts zu erwarten war und uns dieses Mal auch kein Cargoman begegnete, wollten wir unser Glück an der E-Piste bei Medgidia versuchen, auch wenn das hier doch ziemlich in Wolkenlotto ausartete...  

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... zu sehen gab es unter anderem den vermeintlichen IR 1932 (Oradea-Mangalia)...

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… 41 0731 mit dem R 8221 (Buzau-Constanta)...

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... eine Softronic-Kiste...

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... Kohle...   X

… und 480 001 mit dem IR 1938 (Brasov-Constanta)...

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... anschließend wechselten wir die Ebene. Kaum an der Stelle angekommen, kam auch schon der erste Güterzug mit 40 1025. Ein Haken gesetzt und weg! ...

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... jetzt noch ne Aufnahme mit ohne Wasser und dann sollte es wieder an die Dieselstrecke gehen. 42 0302 hat mit dem IR 1993 (Mangalia-Craiova) Medgidia gerade verlassen...

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... die Rückfahrt des UrlauberDesiros erwarteten wir in Nicolae Balcescu. Nun war endlich wieder Malaxa-Zeit! ...

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... 78 0785 dieselte als R 8655 bei Cogealac an den Fotografen vorbei. Und jaja, motivlich gibts besseres als braunen Acker – ging aber leider ned anders. :-)...

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... und nochmals hinterhergeschossen! ...

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... das sieht doch schon besser aus, oder? Malaxa bei Mihai Viteazu...

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... und Baia Dobrogea. Tschüß Malaxa! ...  

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 – aus der Gegenrichtung kam wieder „Der Lokbespannte“, an den wir uns noch kurz hängen wollten. Das erste Foto zeigt die Einfahrt von Mihai Viteazu...

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... das zweite die weiten Windradfelder von Cogealac.

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Freitag, 01. September 2017

   

Wir schreiben den 01. September 2017 und wir wachen in einem mittelprächtigen Hotel am Stadtrand von Bukarest auf. Am frühen Nachmittag sollte unser Flieger gehen, sodaß wir noch ein paar Stunden Zeit hatten. Was liegt da näher, als sich um die Bahnstrecke von Titan Sud nach Oltenita zu kümmern? :-)

   

Wir positionierten uns frühmorgens in Căldăraru und erlegten als erstes 76 2403 und einen unbekannten Kollegen als R 15182...

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... den Gegenzug (R15183) wollten wir in Fundeni umsetzen, das arme Milchvieh nahmen wir als dankbares Motiv natürlich mit...  

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...  nach dem Bahnhof hatten wir den Zug schon wieder eingeholt...

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… und hielten 76 2412-8 abermals...

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… unsere Cams entgegen...

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... eine Überholung geht (auch sehr zur Freude des Lokführers!) noch: In Vasilati entstand dann das letzte Foto des 15183...

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... nach einem nahrhaften Tankstellenfrühstück (7days lassen grüßen!) widmeten wir uns dem Gegenzug. Könnte norddeutsche Tiefebene sein – ist aber Vasilati. :-)...

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... aus Titan drohte sich schon der nächste Zug an. Gut, daß wir bei Plataresti ein nettes Plätzchen fanden...

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... bis Budesti hatten wir 76 2414 als R 15185 wieder überholt und wunderten uns ein bisschen über die Bahnhofsbeschilderung...

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... Erinnert irgendwie an die ÖBB der Neunziger...   X

... nun war aber Zeit für den Flughafen! Ach quatsch, einer geht noch! 76 2403 als R 15188 (Titan Sud h.m. - Oltenita) bei Cernica.

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Weiterreise

   

 Anschließend flogen wir von Bukarest aus nach Italien, um dann eine gute Woche mit der Schiff&Bahn durch Südosteuropa zu reisen. Nach der Fährüberfahrt von Ancona nach Patras besuchten wir die Schmalspurbahn nach Kalvrita, fuhren über Athen nach Thessaloniki, dann weiter mit dem Tagzug (samt SEV) nach Sofia und reisten über Belgrad-Vrsac wieder nach Rumänien ein. :-)

   

Am 03.09.17 standen wir nachmittags in Diakofto und warteten auf unseren R, welcher uns nach Kalavrita bringen sollte. Hier wird der Triebwagen bereitgestellt...

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... drei Tage später fuhren wir mit dem D601a von Thessaloniki bis Strimonas. Ursprünglich hätte ja der Nachtzug von Athen durchlaufen sollen und Kurswagen nach Sofia dabei haben sollen. Wer aber TrainOSE kennt, weiß, daß denen immer mal wieder was Neues einfällt. Die Kurswagen wurden gestrichen, der Wagendurchlauf ebenfalls, stattdessen fuhr man mit einem AEG-Triebwagen ab Thessaloniki. Hier verlässt der komplett gefüllte 520 523 Strimonas gen Alexandroupolis.

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... in Sofia wollten wir eigentlich ein paar Runden mit historischen O305ern fahren. Leider wurden die Oldies offenbar kurz zuvor durch fabrikneue chinesische und polnische Busse ersetzt. Dann halt ein bisschen Strab-fuzz: 3003...

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... und 821 fuhren uns vor die Linsen...

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... mit dem BalkanExpreß ging es dann von Sofia bis Beograd gehen. Unterwegs waren in Bela Palanka ein paar Augenblicke Zeit, um den Zug samt der „Teufelslok“ auf die Chips zu brennen...

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... per Kraftdroschke (der kurzfristigen Einstellung des Reiseverkehrs sei Dank) reisten wir nach Rumänien ein und wollten mit dem nachmittäglichen Ferkelumlauf dann von Stamora Moravita bis Timisoara fahren. Soeben...

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...  fahren die Triebwagen 123 und 523 als R 9663 in Stamora Moravita ein.... X  

... am 09.09.17 befuhren wir dann ausgiebigst das Caravellen-Netz von RegioTrans rund um Timisoara. Morgens trafen sich in Lovrin die Triebwagen 97 0526, 57 0422 und 97 0503...

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... am Nachmittag fuhren mit mit Malaxen von Timisoara nach Remetea Mica und zurück. Hier setzen die zwei Triebwagen der Hinfahrt um, um dann gemeinsam mit einem bereits früher angekommenen Malaxa zurück nach Timi zu fahren. An Bord waren dann übrigens fünf Personale, die ob unserer Fotografiererei äußerst gespalten waren: Einer hätte uns am Liebsten des Bahnhofs verwiesen, einer war hellauf begeistert, dem Rest wars (typisch rumänisch) vollkommen Wurst. :-)

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2022

 

   
   

Sonntag, 28. August 2022

   
Für Ende August 2022 planten wir zwei Wochen Urlaub in Rumänien. Traditionell teilen wir unseren Sommerurlaub immer in eine Hälfte „Mitfahrtage“ und eine Hälfte „Fototage“.

2022 sah der Plan vor, mit Air Moldava nach Chisinau zu fliegen, dann mit den Triebwagen einmal Ungheni und zurück zu fahren und anschließend das Land mit dem „Prietenia“ (Zug der Freundschaft) zu verlassen. Ein paar Tage vor Abflug zeigte sich, daß uns in Chisinau ein Traumwetter erwarten sollte, das eigentlich viel zu schade ist, um es in Zügen zu genießen. Also wurde geschwind mit den Mitreisenden Kontakt aufgenommen und beschlossen, für die beiden Tage einen Mietwagen zu ordern (und dann mit dem Nachtzug das Land zu verlassen).

Wir landeten am Sonntag Mittag pünktlich in der moldawischen Hauptstadt Chisinau. Von Sixt erhielten wir einen leicht untermotorisierten Hyundai ix35.

Unser erstes Ziel war natürlich der Nachtzug nach Bukarest. Die Frage war nur noch: Mit welcher Lok fährt der Zug? Wirklich viele aktuelle Fotos gab das Internet nicht preis – wir stellten uns zur selbsterrechneten Planzeit (findet den Fehler!) einfach mal in Straseni auf. Wir warteten und warteten und warteten, aber eine gefühlte Ewigkeit lang kam kein Zug. Dann endlich war in der Ferne Getröte zu hören!

   

Jubelschreie hallten durch Moldawien, als der Zug mit der A-Sektion der 3TE10M-1225 um die Ecke bog! :-) ...

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... und das Ganze nochmals mit etwas weniger Tele und mehr Beiwerk...

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Als die Fotos im Kasten waren, ging es flugs ins Auto und hinterher – da für die übermorgige Rückfahrt (damals wurde nur 3Mal pro Woche gefahren und nicht wie heute täglich) kein Wetter mehr angesagt war, galt es, heute voll reinzuhauen! :-)

   

... da der Zug wegen einer langen Langsamfahrstelle nur gemächlich vornkam war es auch kein Problem, zwischendurch mal auf einer Autobrücke bei Bucovat zu halten, vom Zug wusste man ja stets, wo er ist; seine Rußfahne war immer irgendwo in der Landschaft zu sehen. :-) ...

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... und auch die Überholung bis Calarasi klappte anstandslos... 

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Nachdem wir vom Zug nun schon drei Aufnahmen im Kasten hatten, wurden wir leicht übermütig und wollten noch ein viertes Foti anfertigen – die „Rampe von Bumbata“ sollte es werden. Die Anfahrt war allerdings alles andere als leicht und viel Zeit war nun auch nicht mehr. Allerdings hat so ein SUV ja durchaus auch seine Vorteile und so erreichten wir die Stelle quasi in dem Moment, als der Zug auf der anderen Hangseite auftauchte.    

... voila, Nachtschnellzug „Prietenia“ in der Rampe von Bumbata!

 
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Unterwegs fanden wir noch ein nettes Restaurant fürs verdiente Abendessen, ehe es in den Trubel von Chisinau hinein ging. Auch wenn es außerhalb durchaus auch Hotels gegeben hätte, so wollten wir uns doch zumindest für eine Nacht ein Haus mit Sowjet-Charme verbleiben. Nachdem das Cosmos als Flüchtlingsunterkunft diente, fiel unsere Wahl auf das Hotel Chisinau (buchbar auch über booking). Und wir wurden nicht enttäuscht: angefangen bei der riesigen Empfangshalle über die Rezeption (natürlich kein Wort Englisch, Kasernenton, eiserne Mine), bis hin zu den Zimmern. Es ist alles gepflegt, aber halt merklich alt. Einziger Minuspunkt: Die Preise (75€ für so ne Kaschemme ist dann schon grenzwertig).

   

Montag, 29. August 2022

   

Auch heute stand die Piste Chisinau-Ungheni auf dem Programm. Hier gab es die internationalen Züge nach Iasi, welche mit D1M gefahren werden sowie einen Regio Ungheni-Chisinau mit D1. Natürlich hofften wir auch auf den einen oder anderen Güterzug. Das Wetter sollte nochmals toll  werden, sodaß wir alles fotografieren wollten, was da kreucht und fleucht. :-)

 Wir verließen das Hotel schon recht zeitig und steuerten den örtlichen Bahnhof an. Unser Ziel, den aus Ungheni ankommenden D1 zu fuzzen, erreichten wir leider nicht – die Schatten waren zu lang. Aber zumindest wussten wir nun, daß der Regiopendel an die rumänische Grenze noch mit den alten Kisten fahren würde.

Wir fuhren aus dem morgendlichen Gewusel hinaus aufs offene Land. Wir positionierten uns naturgemäß für einen Ostfahrer. Arg lange warteten wir tatsächlich nicht, allerdings dieselte es natürlich im Rücken – und auch die Bespannung mit einer Kasachen-Hackfresse löste keine Jubelschreie aus (insgeheim hofften wir natürlich auf etwas Älteres) – aber was solls, es blieb ja nichts übrig. In Bumbata könnte zu er zumindest Seitenlicht abbekommen; also hinterher!

   

Wo der Tag gestern endete, begann er heute fototechnisch: In Bumbata. Wir sehen TE33AC-3011. Da geht doch noch was, oder?  ...

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... bis Ungheni hatten wir den Güterzug wieder eingeholt...

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... wir dieselten wieder in Richtung Ungheni. Aber arg weit kamen wir nicht, da tauchte der nächste Westfahrer auf. Mangels Stellen chippten wir ihn nochmals kurz vor Ungheni.

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Nun hatten wir zwei westbsounds – da die Loks in Ungheni vermutlich von den Zügen gingen, rechneten wir endlich mit einem Ostfahrer und stellten uns bei Parlita auf. Und wenn keiner kommen sollte, so könnte man hier wenigstens den mittäglichen Regio verarzten.

   

Aber wir hatten den richtigen Riecher, keine vierzig Minuten später erschien dieser Getreidezug mit den beiden vorhin gesehenen Loks...

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... die 3006 schob nach...

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... von Chisinau her sollte nun der internationale Zug 823 nach Iasi kommen. Bei den D1M gilt für uns: Nicht schön, aber selten! :-) ...

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... und das Ganze noch mit etwas Motivpferd.

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Nun fuhren wir nach Ungheni um nach dem Rechten zu schauen. Lange tat sich an einem poteniellen Motiv nichts, sodaß wir am Güterbahnhof vorbeifuhren. Dort stand ein abfahrbereiter Zug nach Balti. So richtig das Motiv hatten wir nicht, sodaß wir einfach mal den Bahnhof Petresri anfuhren. Wie wir recht schnell feststellten, befuhr der Zug hier leider das falsche Gleis. Also nix gewesen.

Von Rumänien her müsste zwischenzeitlich ein Regio in Ungheni angekommen sein, welchen wir später bei der Abfahrt gerne fuzzen wollten.

   

Markus und Jens wagten sich auf den Bahnsteig für ein kurzes Beweisfoto, daß der Zug auch tatsächlich da war (und natürlich interessierte es auch jeden, ob tatsächlich ein Kutter davor hinge). Martin bewachte unterdessen unseren Hyundai. :-)

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Bis zur Abfahrt sollte noch etwas Zeit vergehen, sodaß wir die Hochlichtphase für eine kleine Mahlzeit nutzten. Um in der Grenzstadt nicht allzu viel Aufsehen zu erregen, chillten wir einfach im Wagen und liefen erst kurz vor der geplanten Abfahrt auf die Brücke.

   

4M33-4169 rangierte unterdessen ein bisschen in der Gegend herum...

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... 60 1245 fuhr dann wie geplant...

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... mit R 1063 (Ungheni-Iasi) aus.

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Einem der Reiseteilnehmer (Namen wollen wir keine nennen) war es äußerst wichtig, auch noch ein oder zwei Fotos der D1 anzufertigen. Im Nachhinein betrachtet hatte der Wunsch doch tatsächlich seine absolute Berechtigung, wie die beiden anderen fast schon reumütig eingestehen mussten. ;-) 

Aber nun hieß es die Füße in die Hand nehmen! Der Zug startete in Chisinau in ziemlich genau zwei Stunden und bis dahin bräuchten wir laut Google 1:50 – und Motiv hatten wir auch noch keines (wenn wir nicht dasselbe Programm wie gestern beim Nachtzug machen wollten). Da der Fahrer sich vehement weigerte, zur besten Feierabendzeit nach Chisinau reinzufahren, bezogen wir im Vorörtchen Vatra Position.

   

Fein – wie erhofft erschien D1 708-3 als R 6831 (Chisinau-Ungheni)...

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... schön ruhig hier in Peneshesht...

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... ja, es besteht hier durchaus ein reales Verkehrsbedürfnis...

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... bis Bucovat hatten wir den Triebling wieder eingeholt.

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So, die Glühmurmel verabschiedete sich in den wohlverdienten Feierabend. Und auch wir planten, selbiges zu tun. Morgen sollte der Nachtzug aus Bukarest wieder gen Chisinau fahren, sodaß wir es vorzogen, in Ungheni zu übernachten, auch wenn die Wetteraussichten alles andere als erbauend waren. Das Problem war nur, daß die Hotelauswahl äußerst begrenzt war, booking half entsprechend auch nicht weiter. Ein Hotel hatte nur wenige Zimmer, das nächste war nur über Facebook zu erreichen (der Tourenplaner ist konsequenter FB-Verweigerer), blieb nur noch das Vila Verde in Bahnhofsnähe, welches sich zumindest per Mail buchen ließ. Aber schlußendlich hat es gepaßt: Preis in Ordnung, die Zimmer zwar nicht luxuriös aber sauber und vollkommen in Ordnung.

   

Dienstag, 30. August 2022

   

Was stand heute auf dem Programm? Eigentlich wollten wir den Nachtzug auf seinem Weg nach Chisinau begleiten und den Rest des Tages noch ein bisschen schauen, was so geht.  Aber der beste Plan nutzt nichts, wenn das Wetter nicht passte. Und das wollte heute ganz und gar nicht: Schon Tage vorher wurde vorausgesagt, daß das morgens eher eine dunkle Veranstaltung werden würde – ein Blick aus dem Hotelfenster bestätigte dies dann auch.

 Wir fuhren trotzdem mal los, aber wie erwartet ging mit dem Nachtzug gar nichts. Erst gegen halb9 gab es erste Wolkenlücken und eine Stunde später war dann wieder alles gut. Wir stellten und einmal mehr für einen Ostfahrer auf und was passierte? Es wummerte von hinten...

   

... TE33AC-3002 mit einem Güterzug bei Bakhmut...

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... bis Parlita hatten wir den Zug wieder eingeholt..

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... die CFM fuhr dasselbe Programm wie gestern und schickte gleich noch einen zweiten gemischten Güterzug hinterher. Heute war TE33AC-3002 mit der Traktion betraut.

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Mit einem dritten Güterzug rechneten wir im Moment mal nicht, da aus Chisinau der internationale Regionalzug nach Iasi kommen müsste. Wir schauten uns den Bahnhof von Parlita an und befanden ihn als durchaus fotorauglich.

   

Recht pünktlich erschien der nummernlose D1M, spuckte ein paar Fahrgäste aus...

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... und fuhr sogleich weiter in Richtung Ungheni und Iasi.

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So, nun war die Messe aber gelesen. Wir mussten noch nach Chisinau zurückfahren, Onkel Sixt wollte seinen Mietwagen wieder und um halb6 würde unser Nachtzug nach Bukarest starten.

   
Unser Zug nach Bukarest steht zur Abfahrt bereit.   X

Die Fahrt selbst war dann sehr eindrücklich: Es war zwar bullenheiß (keine Klima, und die Kippfenster helfen auch nicht wirklich weiter), aber der Großdiesel vornedran machte den Abend über ordentlich Rabatz, sodaß es einem als Eisenbahnfreund nie langweilig wurde. Nach der Paßkontrolle und dem eindrücklichen Umspuren in Ungheni übernahm dann ein CFR-Kutter die Regie. In Iasi durften wir den Zug dann erstmals verlassen (jeglicher Versuch wurde bis dato vom strengen Provodnik unterbunden), hier vertraten wir uns noch die Beine ehe wir dann in die Horizontale wechselten. Bukarest erreichten wir dann sogar leicht vor Plan.

Anschließend fuhren wir mit der Bahn ein paar Tage kreuz und quer durch Rumänien, u.a. auch mit einem ehemals deutschen DSG-Schlafwagen: 

https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?030,10174272,10193963#msg-10193963

 

   

Montag, 05. September 2022

   

Am Montag trafen wir frühmorgens aus Sighetu kommend in Bukarest ein. Unser erster Weg führte zu klasswagen am Flughafen, wo wir einen Peugeot-SUV übernahmen. Die Kiste hatte zwar keinen Allrad, zumindest aber eine ordentliche Bodenfreiheit – damit konnte man arbeiten, auch wenn die jungfräulichen 8000km Laufleistung jetzt nicht unbedingt hätten sein müssen! :-)

Wir hatten uns vorgenommen, uns vom Wetter leiten zu lassen. Tja, finde den Fehler! Nirgends in der näheren Umgebung war etwas Stabiles vorhergesagt, sodaß wir uns von Tag zu Tag hangeln mussten. Im Hinterkopf hatten wir die Gegend rund um Sibiu, aber da aktuell auch kein Wetter. Wo es aber schön werden sollte, war die Gegend rund um Alexandria – war da nicht was? Richtig, dort fahren noch jede Menge kleine Malaxas!

   

Doch bevor es ins Zielgebiet ging, wollten wir zumindest mal noch eine Caravelle fotografieren, zumal das Wetter hier noch gut war. Hierfür stellten wir uns bei Barbulesti auf und knipsten 97 580 + Kollega als R 11475 (Ploiesti-Zarneci).

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Nun aber ab in Richtung Westen, der angekündigte Schmodder zog so langsam aber sicher rein.

   

Da bis zum Regionalverkehr noch etwas Zeit war, schauten wir uns in Rosiori Est um und fanden dort 60 1567 mit einem Getreidezug vor...  

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... dann endlich war Zeit für den ersten Triebwagen, wir positionierten uns...

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... für 77 905 als R 9367 in der Einfahrt von Risiori Est...  

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... von Alexandria drohte sich unterdessen der nächste Regio an. Dieser war überraschend kein Malaxa, aber so einen Kutter mit Dosto nimmt man doch auch gerne mit...

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… n bissel Kunst mit R 9368 (Alexandria-Rosiori) bei Plosca. :-)

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Wir versuchten nun einfach mal, den 9367 von vorhin wieder einzuholen, was uns ohne großen Streß bis Buzesczu auch gelang. :-)

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Bis zur nächsten fotogenen Fahrt hatten wir nun ein bisschen Zeit, die wir nutzten um Vorräte einzukaufen und ein bisschen im Schatten zu chillen…

   

... zwischendurch schauten wir mal kurz nach dem 905, welcher in Alexandria eine längere Wendezeit hatte...

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... die Rückfahrt des 905 hörte aufn den Namen 9370 und wurde von uns..

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... in Buzesczu...

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… gefuzzt...

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... bis Rosiori Est hatten wir das Stinkerle wieder eingeholt...

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... und drückten mehrfach die Auslöser...

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... selbst innerhalb des Bahnhofs gelang noch eine Überholung. :-)

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Auf der Dieselstrecke war nun nicht mehr mit Verkehr zu rechnen, sodaß wir die letzten Sonnenstrahlen an der E-Piste genießen wollten. Vielleicht kommt ja was...

   

Bei Maldaeni stellten wir uns einfach mal auf und mussten tatsächlich nicht lange warten, ehe 41 305 mit dem IR 1996 (Mangalia-Craiova) dahergeschlichen kam.

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 Die Sonne strahlte zwar noch, aber wir wollten noch ein Stückchen vorankommen in Richtung Sibiu, was wir zum nächsten Zwischenziel auserkoren hatten. Auf vier Stunden Fahrzeit hatten wir nun auch keine Lust mehr, sodaß wir uns im Hotel Bulevard in Slatina einbuchten. Nix Besonderes, aber für eine Nacht absolut ausreichend...

   

Dienstag, 06. September 2022

   

Es ist Dienstag und wir wachen in einem Hotel in Slatina auf. Warum Slatina? Gestern waren wir noch bei den Malaxas rund um Rosiori&Alexandria und das nächste Ziel Sibiu war uns für eine abendliche Hauruckaktion zu weit weg, zumal heute sowieso nur durchwachsenes Wetter angekündigt war. Nach einem kurzen Frühstück schwangen wir uns ins Auto und düsten Richtung Olttal. Von der Mitfahrt in der Vorwoche wussten wir ja schon in etwa, was uns auf der Piste erwarten würde.

   

Bei Turnu Rosu hielten wir einfach mal an, war ein Regio im Zulauf. Obwohl wir uns keine großen Sonnenchancen ausrechneten, klappte es total überraschend dann doch. Wir sehen 77 901 als R 2066 (Podu Olt – Piatra Olt)...

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... nun fuhren wir nach Ocna Sibiului. Die Aufnahme von 96 202 als R 2579 (Medias-Sibiu) klappte noch, aber den Rest des Nachmittags war dann eher für die Tonne. Ein Wolkenschaden reihte sich an den nächsten, aber zumindest konnten wir so auch ein bisschen Motivkunde betreiben. Vielleicht wird ja doch irgendwann mal Wetter! :)

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Erst gegen Abend lichtete sich das Gewölk, sodaß die Sonnenchancen deutlich stiegen.

   

Wir stellten uns in Loamnes auf und fuzzten den 628 624 als R 10502 (Cluj-Sibiu)...

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... in Ocna Sibiului sollte gegen 19 Uhr eine IRC-628-Zugkreuzung stattfinden. Dem ersten Zug fuhren wir bis Hasag entgegen...

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... für die Statistiker: 628 452 als R 10777 (Medias-Sibiu)...  

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... Salzburg Hbf (=Ocnita Sibiului!), der 452 macht sich nach hinten vom Acker, während der vor zwei Stunden bereits fotografierte 624er Sibiu schon wieder verlassen hat und nun als R 10765 nach Medias dieselt.

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Da für Mittwoch auch nur eher suboptimales Wetter angekündigt war, suchten wir nach einem Hotel, in dem man es auch mal länger aushalten konnte. Unsere Wahl fiel auf das Anastasia in Sibiu, welches mal wieder als typisches „Blenderhotel“ durchgeht: Rundrum eine eher ärmliche Gegend, aber hier wird großer Luxus aufgefahren.

   

Mittwoch, 07. September 2022

   

Am nächsten Tag war das Wetter in etwa so, wie wir es erwarteten: Das wird b.a.w.  mal nichts mit Fotos. Also erstmal gemütlich frühstücken. Es waren nun zwar erste Wolkenlücken da, aber so richtig Hoffnung machten wir uns auch heute nicht. Wir betrieben ein weiteres Mal Motivkunde (so langsam kannten wir jeden Schotterstein hier mit Vornamen!).

   

Erst gegen Nachmittag riß es auf, sodaß das erste Foto des Tages in Loamnes entstand, es zeigt 64 1179 mit dem R 2565 (Sibiu-Medias)...

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... unser nächstes Ziel war der R 2571 (Sighisioara-Sibiu), welchen wir bei Hasag abpaßten.

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Nun stand noch ein IRC-628 an, für den wir ein hübsches Motiv bei Ocna Sibiului auserkoren hatten. Aber irgendwie war das heute nicht unser Tag, nervige Schmodderfetzen vereitelten eine Top-Aufnahme. Na gut, für morgen war endlich mal Wetter vorhergesagt, sodaß wir das Thema einfach mal verschoben.

 Nach einem gemütlichen Abendessen fuhren wir wieder zurück in unser „Luxushotel“.  Morgen sollte nun endlich mal Wetter sein – mal schauen, was geht…

   

Donnerstag, 08. September 2022

   

Es ist Donnerstag und wir wachen abermals in unserem topmodernen Hotel in Sibiu auf. Heute sollte Wetter werden, sodaß der Wecker früh gestellt wurde; Morgenessen fiel aus. Unser erster Anlaufpunkt war die Brücke bei Talmaciu.

   

Mist, beim Probezug (82 604 mit dem R 2064) überwog noch der Schmodder...

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... zehn Minuten später sah es dann so aus: 64 1179 mit dem R 2512 (Sibiu-Fagaras)...

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... das war die Stelle für Kletterfaule...

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... eine Stunde später hatte sich der Schlonz endlich komplett verkrümelt, als 64 927 mit dem internationalen IR 74 „Fagaras“ (Brasov-Budapest) das Örtchen Apoldu de Sus passierte.

   

Nun standen erst einmal keine lokbespannten Züge mehr auf der Liste. Wir mussten uns vorerst mit ranzigen CFR-Desiros begnügen.

   

Der erste namenlos gebliebene Triebwagen war als Kurzläufer R 2591...

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... bei Ocnita Sibiului unterwegs von Sibiu nach Loamnes…

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... nach einer kurzen Wende ging es anschließend auch schon wieder zurück nach Sibiu. Wir erwarteten den 2592 nahe Mindra...

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... nun war endlich wieder Zeit für gescheite Züge! Wir fuhren nach Ocna Sibiului und machten es uns an der örtlichen Brücke gemütlich. Nahezu auf die Minute plan trat 60 1268 mit dem R 2563 (Sibiu-Sighisoara) auf die Bühne.

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Hier war die Messe nun gelesen, sodaß wir uns entschieden, dem Regio aus Bukarest entgegenzufahren.

   

Bei Podu Olt fanden wir ein nettes Motiv, an welchem wir 64 910 mit dem R 1623 (Bucuresti-Sibiu) umsetzten...

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... da der Zug noch einen Halt hatte, schwangen wir uns ins Auto und legten noch eine kurze Überholung hin. Bei Talmaciu klickten die Cams ein zweites Mal.

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In Sibiu startete unterdessen ein lokbespannter Regio nach Medias. Da dieser wunderbar an der Tümpelstelle bei Ocna  Sibiului kommen würde (da standen wir an den Vortagen schon stundenlang ohne Sonnenerfolg), brausten wir umgehend dahin. :-)

   

Schön, wenn ein Plan auch mal funktioniert: 64 1179 mit dem R 2565 am Salzburger Tümpel...  

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... ein lokbespannter Regio stand noch auf unserem Zettel, aber bis dahin war noch etwas Zeit, sodaß wir kurz nach Mindra fuhren, um 96 208 als R 2594 (Copsa Mica-Sibiu) zu fuzzen...

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... endlich wieder Kutter-Time! Für 64 1268 mit dem R 2581 (Sighisoara-Sibiu) positionierten wir uns bei Hasag. Endlich konnten wir unseren SUV mal standesgemäß verwenden, führte die Anfahrt zur Stelle doch quasi querfeldein. :-) ...  

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... nun stand eigentlich nur noch ein 628er an. So richtig ein Topmotiv fiel uns auf die Schnelle nicht ein, sodaß wir einfach mal auf Verdacht in Hasag blieben und den örtlichen Haltepunkt anfuhren...

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... jetzt aber ab uns Auto, wollten wir das Schlonzmotiv von gestern Abend doch nochmals ordentlich umsetzen. Ocna Sibiului, 628 444 als R 10502 (Cluj-Sibiu)...

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... der zweite Mann war ein bisschen kreativer unterwegs. :-)

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Nun stand noch ein Regio aus dem Olttal an, welcher eigentlich mit einem Kutter kommen müsste. Allerdings waren im Westen auch durchaus schon Wolken vorhanden, die das schlechte Wetter ankündigten. Es blieb nichts anderes übrig, als einfach mal auf Verdacht nach Tamlaciu zu fahren – zu verlieren hatten wir nach dem tollen Tag ja nichts.

   

Na ja, es war ok. :-)

Für die Statistik: 60 1375 mit dem R 2067 (Ramnicu Valcea-Sibiu).

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Die Sonne machte nun verdient Feierabend, sodaß auch wir zusammenpackten. Obwohl wir mit unserem Hotel absolut zufrieden waren, entschieden wir uns, heute mal was Neues zu probieren. Wir buchten uns in einem Hotel im Olttal ein. Im touristisch geprägten Pausa (früher gab es sogar mal einen durchgehenden IR aus Bukarest) sollte es das Hotel River (nomen est omen!) sein. Scheinbar ist man aber auf ausländische Touris nicht eingestellt, zumindest sprach im Hotel kein Mensch auch nur ein Wort englisch (oder deutsch). Aber mit Händen und Füßen gabs dann doch noch ein paar Zimmerschlüssel für die deutschen Touris. :-)

   

Freitag, 09. September 2022

   

Heute ist Freitag und wir wachen im River Hotel in Pausa auf. Wie erwartet ist das Wetter unterirdisch, es nieselt vor sich hin. Fotoambitionen kamen da nicht auf, sodaß wir beschlossen, uns ein bisschen touristisch zu betätigen: Wir wollten den Transfăgărășan-Paß befahren. Diese Straße verbindet das Argeș-Tal in der Großen Walachei mit dem Olt-Tal in Siebenbürgen, wobei sie das Făgăraș-Gebirge – eine Gebirgsgruppe in den Transsilvanischen Alpen – überquert (so sagt wikipedia). Paßhöhe 2042 Meter.

   

Aufstieg zum Paß...

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... Lacul Vidraru...

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... Blick hinab ins Tal...

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... und das eigentliche Highlight der Tour, Braunbären...

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... in freier Wildbahn...

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... sogar Kunststückchen machte der liebe Kollege. :-)

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Der Plan sah eigentlich vor, irgendwo am Paß zu übernachten, aber in der Kurzfristigkeit war nichts mehr zu ergattern. Bei Booking war nichts mehr Gescheits drin, und die direkt angemailten Hotels antworteten entweder nicht oder waren schon voll.

Na gut, dann eben nicht. Nach Sibiu reinfahren wollten wir heute nicht mehr, sodaß wir uns für das Fântânița Haiducului vor den Toren von Sibiu entschieden. Das war ein Hotel direkt an der stark befahrenen Bundesstraße gelegen, sodaß wir nur mal für eine Nacht buchten. Nach Bezug der Zimmer wurde das gut besuchte Hotelrestaurant geentert und was sollen wir sagen, wir waren begeistert! Das Personal konnte Englisch, das Essen war vorzüglich&preisgünstig zugleich, sodaß wir die Zimmer umgehend um eine Nacht verlängerten. :-)

   

Samstag, 10. September 2022

   

Die Wettervorhersagen für den 10.09.22 waren eigentlich eindeutig, morgens ein bissel Sonne und dann ne ordentliche Dusche. Ein morgendlicher Blick aus dem Fenster bestätigte die Befürchtung, daß das morgens auch nichts werden würde – also nochmals umgedreht...

   

Nach dem Frühstück waren erste ernsthafte Wolkenlücken erkennbar, sodaß wir aufbrachen. Das erste Sonnenbild entstand dann auch erst um halb 1...

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… es zeigt 64 652 mit dem R 2016 (Craiova-Sibiu) in Talmaciu.

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Nächster Anlaufpunkt war der Bahnhof Seica Mare, hier erwarteten wir 628 598 als R 10775 (Medias-Sibiu)…

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... und Abfahrt! ...

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... ein lokbespannter Regio stand noch auf dem Programm, diesen versuchten wir bei Veseud zu fotografieren. Es war knapp, aber der R 2563 (Sibiu-Sighisoara) klappte tatsächlich gerade noch so.

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Nun nahmen die Wolken aber deutlich überhand, sodaß wir uns in die nächste Beiz zu einem sehr ausgiebigen Mittagessen verzogen. Dort kam das Gespräch dann auch auf Jens‘ noch zu schreibendes Buch über Fuzzyweisheiten - eine Regel daraus wird wohl werden „nach dem Regen kommt der Sonnenschein“. Und genau nach dieser Regel wollten wir vorgehen. Anstatt ins Hotel zu fahren, studierten wir die Wolkenradars und beschlossen, mal grob in Richtung Olttal vorzurücken, dort sollte es abends passend zum Regio aus Ramnicu Valcea ein ordentliches Wolkenloch geben.

Doch zuvor war noch etwas Zeit und der von gestern bekannte Regio 2581 stand an. Auch wenn es wolkentechnisch in Seica Mare eigentlich hoffnungslos aussah, fuhren wir den Bahnhof an (was aber auch daran lag, daß Fotokollege Andreas den Bahnhof passierte und wir mal kurz winken wollten *g*). Und was niemand für möglich hielt, geschah nun: Es bildete sich ein einziges Wolkenloch just über Seica Mare.

   

Klasse, wenn auch mal was klappt, mit dem in hundert kalten Wintern nicht gerechnet hätte...

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… 64 910 mit dem R 2581 (Sighisoara-Sibiu)...

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... da sich das Wolkenloch stabil hielt, probierten wir uns noch an einer innerörtlichen Überholung. Na ja, der Fahrer hats nicht ganz geschafft, aber die restliche Fotografenschaft knippste in Seica Mare hm ein weiteres Mal.

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Nun galt es, die oben genannte Theorie („Nach dem Regen…“) auszuprobieren – wir fuhren in Richtung Podu Olt. Unterwegs erinnerten wir uns an unser gestriges Programm, sollte nicht irgendwo noch ein 628 durch die Landschaft dieseln? Die Wolken wurden zwischenzeitlich löchriger, sodaß wir unser Glück versuchen wollten. So richtig DAS Landschaftsmotiv sprang uns in diesem Moment nicht an, sodaß wir einfach mal den Halt Viseud anfuhren, ohne Ahnung, ob da etwas gehen würde.

Der Haltepunkt präsentierte sich aus der Distanz wie hunderte andere rumänische Zugangsstellen auch: Rasengleise& Rasenbahnsteige, sonst aber nichts, was man nun unbedingt fotografieren müsste. Da sich der BÜ im Hintergrund aber bereits schloß und die Sonne tatsächlich just in dem Moment hinter der Wolkenwand hervorlugte, war die Sache alternativlos.
   

Im Nachhein betrachtet war die erzwungene Entscheidung aber goldrichtig! Der örtliche Kleingärtner hatte sich alle Mühe gegeben und das IRC-Personal zeigte seine Liebe für die unkaputtbare analoge deutsche Wertarbeit mit einem kleinen Graffiti. Was will man in einer solchen Situation denn mehr? Ach ja, wir sehen den ex-Braunschweiger 628 624, welcher als R 10502 von Cluj nach Sibiu unterwegs war.

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Nun aber husch-husch weiter! In Podu Oltt angekommen war schnell klar: Das könnte Bombe werden! Schnell die Verspätung gecheckt – läuft! Also raus ausm Auto und Position bezogen!

   

Geile Sache! 60 1308 mit dem R 2067 (Ramnicu Valcea-Sibiu) bei Podu Olt...

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... und nochmals ein paar Meter weiter in Talmaciu.

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Nach dem eher lahmen Start heute war das Abendprogramm nun aber erste Sahne gewesen! Was für ne tollen Stimmung! Wir waren entsprechend happy und fuhren zurück in unser Hotel. Dort gab es nochmals eine ordentliche Balkanplatte (heute war der letzte Abend). Nach einem Zimmerbierchen schliefen alle zufrieden ein. :-)

   

Sonntag, 11. September 2022

   

Heute ist Sonntag und wir wachen ein letztes Mal in Rumänien auf – der letzte Urlaubstag ist angebrochen. Herr WizzAir plante, uns am frühen Abend von Sibiu aus nach Hause zu fliegen, sodaß wir noch etwas Zeit hatten. Für die Zeit bis zum Mittag sollte sogar noch Wetter herrschen, also den Wecker mal auf 7 Uhr gestellt. Eine Stunde später war Abfahrt, auch wenn es rund ums Hotel noch nicht wirklich einladend aussah (Nebel lässt grüßen). Eigentlich wollten wir ja den IR 74 irgendwo machen, aber da wo motivlich etwas ging war Nebel, und wo Sonne war, ging nix – Satz mit X. Das war jetzt nun schade. Na gut, dann halt weiter im Programm.

Mit dem Regio 2512 (Sibiu-Fagaras) schwirrte noch ein weiterer Zug durch die Gegend, mit dem man etwas machen könnte – und laut unserer Sichtung von vor drei Tagen könnte der sogar lokbespannt sein! Nur wurde so langsam die Zeit knapp, sodaß wir uns schleunigst auf den Weg nach Avrig machten. Dort angekommen wurden wir erst einmal vom örtlichen Gleisbautrupp argwöhnisch begutachtet, aber nachdem sie unsere Pläne erkannten („Ah, paparaz!“), war alles gut. :-)

   

Fein, auch heute war der 2512 als lokbespannter Zug unterwegs, wir fotografierten ihn sowohl in der Einfahrt von Avrig...

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... wie auch in der Ausfahrt. Zuglok war 64 1179...

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... da der Zug ja durchaus hübsch war und wir sowieso nichts Besseres zu tun hatten, wollten wir uns an eine Verfolgung wagen. Und tatsächlich...

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... bis Arpas hatten wir den Regio...

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... wieder eingeholt...

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... und nun? Es begann zwischenzeitlich ordentlich zu wölken, aber wir wollten zum Abschluß unbedingt noch ein hübsches Kutter-Bilchen machen. Was bietet sich da mehr an als der Mittagszug aus dem Olttal?  ...

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... bei Turnu Rosu fanden wir ein hübsches Fleckchen Erde, das wie geschaffen war für 60 652 mit dem R 2060 (Craiova-Sibiu)...  

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... zwischenzeitlich sollte auch die 1179 wieder aus Fagaras zurückkommen. So richtig fanden wir jetzt keine Burnerstelle, sodaß wir es einfach mal am Haltepunkt Scoreiu probieren wollten. Und es fand hier an diesem gottverlassenen Ort sogar Fahrgastwechsel statt! :-) ...

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... nun stand nur noch der InterRegio aus Bukarest auf unserem noch-zu-erledigen-Zettel. Wir entschieden uns für den Bahnhof Ucea, dort würde zumindest das Licht passen. Im Nachhinein eine gute Entscheidung...

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... da wir schlußendlich doch nach Sibiu mussten, versuchten wir eine letzte Überholung. Wenns paßt, paßts. Wenn ned, ned. War knapp, bis Marsa hatten wir den IR wieder eingeholt. Ach ja, wir sehen 64 925 mit dem IR 1623 (Bucuresti-Sibiu) und nein, gehalten hat er hier nicht. :-)   X

So, das sollte es für uns nun gewesen sein. Wir fuhren in Richtung Sibiu, unterwegs hielten wir noch bei einer Straßenverkäuferin und kauften ne ordentliche Ladung Wurst&Käse für zuhause (die Dame dürfte den Umsatz ihres Lebens gemacht haben!). An einer Tanke füllten wir Benzin auf, saugten die Kiste aus und kippten ein paar Liter Wasser drüber – man muß ja keinen Anschiß vom Vermieter riskieren. Und tatsächlich klappte die Rückgabe problemlos, sodaß wir viel zu früh am Flughafen eintrafen. Da auch der Flug zum BadenAirport ereignislos verlief, kamen wir wie geplant im Schwarzwald an.

 Was bleibt als Resümee? Es waren zwei erstklassige Wochen, insbesondere die kurzfristige Entscheidung, die moldawischen Mitfahrtage in Fototage umzuwandeln, war goldrichtig! Wir hatten großes Glück, daß der Bukarest-Nachtzug damals noch mit 3TE10M fuhr (aktuelle Aufnahmen zeigen nur noch Einsätze der Kasachen-Loks) und natürlich war auch die Mitfahrt ein absolut beeindruckender Ohrenschmaus. Bei der Fotowoche herrschen gemischte Gefühle: Es sind viele tolle Aufnahmen entstanden, aber es gab in der Woche schon verdammt viel Leerlauf. Ob es nicht vielleicht klüger gewesen wäre, anstatt nach Sibiu vielleicht nach Bulgarien zu fahren?! Niemand weiß es...

   

 

2024

 

   
   

Der Sommerurlaub 2024 war eigentlich so geplant, wie wir es schon seit Jahren machen. Eine Woche Bahnfahren, eine Woche Fotografieren. 2024 war aber alles anders: Ein sehr stabiles Hoch befand sich Mitte August über Rumänien und machte auch keine Anstalten, wegziehen zu wollen. Temperaturen von teils weit über 30 Grad machten nun auch keine große Lust auf unser geplantes, recht Übersetzfenster-lastiges Bahnfahrprogramm, und wir beschlossen, die Fahrerei sein zu lassen und uns nur der Fotografie zu widmen. Sollte das Wetter in Woche zwei abkacken könnte man immer noch ein kleines Mitfahrprogramm einlegen.

   

Samstag, 10. August 2024

   

Und so startete der Urlaub am Samstag im heimischen Triberg. Per Bus und Bahn wurde Titisee erreicht, wo noch ein kleiner Abstecher mit der sich dort im Sonderzugeinsatz befindlichen E41 001 unternommen wurde.

   

Hier steht der Sonderzug in Seebrugg im Abstellbahnhof.

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Über Singen-Friedrichshafen und Ulm wurde Stuttgart erreicht (Insider wissen, daß hier der FEX Bodensee Grund des unüblichen Laufwegs gewesen sein muß).

   

Sonntag, 11. August 2024

   

Mit dem IRE200 (damals hieß der noch so) ging es nach Ulm und mit einer fahrbaren Klobrille weiter nach Memmingen, zum Airport München West (oder so). Unsere Freunde von WizzAir brachten uns dann zügig ins erste Zielgebiet: Sibiu. Bei weiteren (recht neuen) Freunden hatten wir dann einen Mietwagen für zwei Wochen gebucht. Nachdem das Übergabeprozedere in einer ehemaligen Lagerhallte (das kennen wir von B-Anbietern wie Klasswagen ja schon) gefühlte Ewigkeiten ging (das kannten wir von Klass allerdings bislang nicht), hielten wir endlich die Schlüssel für einen VW Tiguan in der Hand. Wunderbar, genau das Auto, das wir wollten: Toll zu fahren und ein paar cm höher, um vielleicht auch mal bedenkenlos eine rumänische Buckelpiste unter die Räder zu nehmen. :-) 

Nur, was tun? Auf einen Gewaltritt WeißGottWohin hatten wir heute keine Lust mehr. Wir beschlossen, heute Abend noch etwas in der Gegend zu bleiben, hier zu übernachten und morgen dann irgendwann mal in Richtung Piatra Neamt aufzubrechen. Dort hofften wir auf zahlreiche Kutter und vielleicht auch den einen oder anderen Güterzug. 

Doch zurück ins Hier und Jetzt. Vom Vorjahr wussten wir, daß abends aus dem Olttal ein lokbespannter Regio zu erwarten wäre. Also auf dahin!

   

Bei Podu Olt erwarteten wir 62 1149 mit dem R 2067 (Ramnicu Valcea - Sibiu) am Haken...

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... als nächstes stand der Nachtzug von Sibiu nach Mangalia auf dem Programm. Wir standen bei Turnu Rosu und fotografierten 60 0718 mit dem IR 1912. Keine Ahnung wie masochistisch man veranlagt sein muß, um 12 Stunden im Dosto durch die Nacht zu fahren... :-) ...

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... nun stand nur noch „der Ungar“ an, welcher heute mal nur mit einem einzigen Wagen auskommen musste: 60 0670 mit dem IR 76 (Budapest - Brasov) bei Talmaciu.

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Wir brausten zum Hotel Fantanita Haiducului, welches wir im Vorjahr schon nutzen. Es hatte den Vorteil, daß es etwas außerhalb lag und man so nicht nach Sibiu rein musste, und es hatte ein sehr leckeres Restaurant. Was will man mehr?

   

Montag, 12. August 2024

   

Frühstück fiel aus – immerhin war Wetter angesagt. Ein Blick aus den Fenster bestätigte dies und so ging es auch gleich los. Für heute wollten wir uns noch etwas in der Region aufhalten und dann ganz langsam in Richtung Nordosten bewegen.

   

Unser erster Programmpunkt war der Ister, welchen wir bei Scoreiu fuzzten: 64 1179 mit dem NZ 473 (Budapest-Bucuresti)...

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... gestern Abend hatten wir ja bereits den Gegenzug abgelichtet, nun stand der nordfahrende Nachtzug an. Bei Turnu Rosu knipsten wir den IR 1914 (Constanta-Sibiu), welcher ebenfalls die 60 0718 drauf hatte...

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... hach, warum erinnert mich diese Zugnummer nur immer wieder an tolle Fahrten im Allgäu? :-) Wir sehen 60 1036 mit dem R 2064 (Sibiu - Ramnicu Valcea) im Bahnhof zu Podu Olt...

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... auf unserem Zettel stand nun abermals „der Ungar“. Wie bereits gestern war wieder 60 0670 eingeteilt, den IR 77 von Brasov bis Simeria zu befördern...

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... in nächster Zeit stand nicht viel Zugverkehr an, sodaß wir uns mal den Bahnhof Podu Olt anschauten...

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... hier chillte 77 0928 in der Morgensonne und wartete auf neue Aufgaben.

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Die nächsten Zugleistungen sollten leider nur „clasa Desiro“ (wie es früher mal so schön in der CFR-App stand) sein, aber wenn man schon mal hier ist...

   

... 96 2036 als R 2101 (Brasov - Sibiu) im Bahnhof Talmaciu...

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... und 96 2018 als R 2063 (Piatra Olt - Sibiu) bei Turnu Rosu.

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Die nun folgende Hochlichtphase nutzten wir, ein paar weitere Kilometer gen Nordosten voranzukommen. An Bord unseres Autos herrschte eine gewissen Sympathie sowohl für Aufnahmen von 628, wie aber auch von romanisierten Caravellen. Was lag da näher als an dem Nebenbähnle von Brasov nach Zarnesti einen kurzen Zwischenstopp einzulegen?

   

Als erstes steuerten wir den Bahnhof Rasnov an. Hier versammelten sich zur Mittagszeit 97 0536 als R 11341 (Brasov-Zarnesti) und 628 278 als R 11342 (Zarnesti-Brasov)...

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... Karlsruhe-Ludwigshafen-Haltingen-Ulm-Brasov. Laut revisionsdaten.de sind das die Betriebshöfe des 628 278, welcher bei Rasnov als R 11343 von Brasov nach Zarnesti fuhr...

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... der nächste Zug dieser Relation war dann eine Caravelle: 97 0536 als R 11345 (Brasov - Zarnesti)...

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... bis Tohanu Vechi hatten wir den Zug wieder eingeholt...  

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... dieses illustre Motiv bei Rasnov wollten wir uns nicht entgehen lassen! 628 226 kam passend aus Brasov daher…

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... auch diesen Dieselstinker hatten wir bis Tohanu Vechi wieder eingeholt...

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... für den nächsten Zug aus Brasov mussten wir dann gar nicht weit fahren. Wir verhafteten 97 0536 als R 11349 (Brasov-Zarnesti) ebenfalls bei Tohanu Vechi...

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... die Sonne sank immer tiefer, aber ein Zug sollte sich noch ausgehen, oder? Aber arg viel später hätte 628 226 mit dem Fahrtziel „R9 Treysa“ dann aber doch nicht kommen sollen.

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So, hier war die Messe nun gelesen. Für morgen war abermals tolles Wetter vorhergesagt, Tourplaner Markus hatte für den Morgen schon ein Programm gebastelt, daß bei Sandominic starten sollte. Wir fuhren also mal in die Richtung und fanden bei Ciba dann auch ein Appartment, in welchem man auch später noch einchecken konnte.

   

Dienstag, 13. August 2024

   

Wir wachen in einem großen Appartment in Ciba auf. Wir hatten diese Gegend bewußt gewählt, da wir morgens ein Motiv umsetzen wollten, das uns saumäßig gut gefiel. Es wurde schon im Halbschlaf die Verspätung des „Corona“ gecheckt, weil wenn der pünktlich wäre, wäre das fürs Motiv nicht sonderlich förderlich. Aber keine Panik, +75 zeigte das Thermometer, da der Zug auf dem Abschnitt hier durchaus Reserven hat, stellten wir uns mal eine Stunde Plus ein.  

Schon beim Erklimmen des örtlichen Berges zeigte sich: Das Motiv läuft und ist geil! :-)

   
Wie erwartet mit rund +60 trat dann der Star des Morgens auf die Bühne: Die CFR schickte uns mit der 40 0502 dankenswerterweise sogar ein sehr gepflegtes Exemplar und der „Corona“ ist ja sowieso über jeglichen Zweifel erhaben. :-)   X

Ach ja, wir befanden ins nahe Sandominic. Und wie das in Rumänien so ist, fahren da binnen einer Stunde zwei Züge, ehe dann vier Stunden lang nichts mehr rollt. Den zweiten Zug wollten wir nun woanders machen, aber bis wir von unserem Berg wieder runter und mit dem Auto auf der Hauptstraße waren, wurds zeitlich schon recht knapp...

   

... sodaß es nur noch für eine Notschlachtung reichte: 40 0068 mit dem R 4506 (Deda-Miercurea Ciuc) bei Sandominic.

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Hier war nun zugtechnisch nichts mehr zu holen, sodaß wir beschlossen, in Richtung unseres Zielgebiets „Piatra Neamt“ zu starten. Es war halb10, die Fahrzeit sollte bei zweieinhalb Stunden liegen: Das klang nach nem Plan und ließ unterwegs sogar noch Zeit für ein Mittagessen... :-)

Unterwegs fiel Markus dann allerdings auf, daß da doch noch ein Zug unterwegs wäre, denn man irgendwo „mitnehmen“ könne. Und so wurde bei Voslabeni ein kurzer Stopp eingelegt...

   

... und 40 0361 mit dem IR 366 „Harghita“ (Brasov-Budapest) unsere Cams entgegengehalten.

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Nachdem der Hunger gestillt war, schlugen wir nachmittags dann an der Strecke Bacau-Piatra Neamt-Bicaz auf. Warum gerade diese Piste? Sie ist nicht elektrifiziert, es fahren keine Triebwagen und Kutter gehen doch eigentlich immer! Da Heidelberg Beton in der Ecke ein großes Zementwerk betreibt, war auch mit etwas Güterverkehr zu rechnen.

Ein Grobüberblick: Es gab pro Tag vier Regionalzugpaare Bacau-Piatra Neamt, wobei zwei davon in Tagesrandlage bis Bicaz durchliefen; ein Rychlik hatte Kurswagen von/nach Bukarest dabei. Zusätzlich war noch ein IR in die Landeshauptstadt im Angebot, ebenso wie ein IC (der zwischenzeitlich aber über die Klinge sprang).

   

Wir legten uns bei Zanesti Neamt auf die Lauer und mussten auch nicht lange warten...

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... ehe 60 1355 mit dem R 5465 (Bacau-Piatra Neamt) an uns vorbeikutterte.

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 Wir hofften auf einen Güterzug, aber da war im Moment nichts in der Pipeline. So beschlossen wir, uns mal etwas Motivkunde zu betreiben. Rechtzeitig zum nächsten Regio waren wir aber wieder parat...

   

... am Bahnhof Garleni chippten wir 60 1272...

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... mit dem R 5467 (Bacau-Piatra Neamt)...

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... bis Buhusi hatten wir den Zug ein erstes Mal überholt...

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... in Podoleni klickten die Cams ein weiteres Mal.

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Güterzugmäßig tat sich noch immer nichts, sodaß wir wieder in Richtung Bacau fuhren, sollten dort doch binnen einer Stunde ein Regio und der InterRegio gen Piatra Neamt starten. Bei Mărgineni bezogen wir Position.

   

Als erstes stand 82 0374 mit dem R 5481 auf der to-do-Liste. Beide Wagen kamen mit dem IR 1753 von Bukarest bis Bacau und liefen als klassische Kurswagen weiter bis Bicaz...

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... eine Stunde später spielte man dasselbe Spiel nochmals: Zwei der Wagen nutzten den IR 1657 als Trägerzug und wurden in Bacau von 60 1355 übernommen.

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Nach einer sehr leckeren Fleischplatte steuerten wir unsere Unterkunft für die nächsten zwei-drei Tage an. Wir hatten mal vorsichtshalber nur für zwei Nächte gebucht – man weiß ja nie. Auf den ersten Blick machte die Ferienwohnung dann auch einen brauchbaren Eindruck: Sie befand sich zumindest mal in einem Neubau. Auf den zweiten Blick stellte sie sich aber schon als klassischer „Balkan-Blenderbau“ dar: Die Betten waren „technisch“ in miserablem Zustand, die Schiebetüre zur Terrasse ließ sich nicht schließen, Vorhänge fehlten und das Klo wackelte (nicht die Brille – das Klo!). Aber gut, wir planten ja sowieso nur kurze Nächte hier zu verbringen – da wird sich das für zwei Nächte schon ausgehen. Hofften wir.

   

Mittwoch, 14. August 2024

   

Wir wachen in unserer Ferienwohnung in Piatra Neamt auf und genehmigen uns (auch aufgrund der herrschenden Temperatur) erst einmal eine gepflegte Morgendusche. Warum wir eine solche vermeintliche Banalität erwähnen? Das verraten wir euch am Schluß... ;-)

Auch heute Morgen erwartete uns ein stahlblauer Himmel. Hach, warum könnte das Fotografenleben denn nicht immer so sein. Wir starteten unseren Miet-SUV und steuerten das eigentliche Top-Motiv der Strecke an, für das die CFR sogar passend einen Zug eingeplant hatte, nämlich den Frühzug aus Bacau, welcher dann um 8 Uhr in Bicaz ankam. Keine Ahnung, welchen Sinn dieser Zug machte (weil für die werkstätigen Massen war er deutlich zu spät und die wären von der Schicht auch erst wieder nach 14 Stunden heimgekommen), aber uns wars recht..

   

... weniger recht war uns allerdings, daß man diesen semihübschen Hobel vor den Zug hatte spannen müssen. Hm, vielleicht morgen nochmals probieren...

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... nach dem Umsetzen in Bicaz ging es schnurstraks wieder zurück. Und dieser Zug machte dann durchaus mehr Sinn, der er hatte in Piatra Neamt Anschluß an den InterRegio nach Bukarest, respektive war er selbst Teil davon. Wir sehen hier 82 0374 mit dem R 5472 (Bicaz-Piatra Neamt) bei Tarcău Neamt...   X

... und bei der wilden Raserei der Rumänen hatten wir den Zug bis Pangarati schon wieder eingeholt...

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... und auch kurz vor Piatra Neamt klickten die Cams erneut. Herrlich, diese inhaltsleere Blick... ;-)  ...

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in Piatra Neamt wurden dann noch zwei Wagen beigestellt, nun durfte sich der Zug IR 1858 nennen und wurde bei Săvinesti abgelichtet. Am Haltepunkt hat der Zug natürlich nicht gestoppt – ist ja schließlich ein IR!

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So, nun war aber guter Rat teuer. An Personenzügen war nichts zu erwarten, sodaß wir einfach mal HeidelbergBeton anfuhren. Aber auch hier war nichts zu erkennen, was einen baldigen Zugverkehr vermuten hätte lassen. Also musste Plan B her, Markus fasste sich ein Herz und holte den für Bicaz zuständigen Fahrdienstleiter aus seiner Relaxingzeit. Mit Händen und Füßen (und dem guten alten Google-Translator) konnten wir in Erfahrung bringen, daß für heute nichts geplant sei. Wir sollten doch morgen nochmals vorbeikommen.  

Das war nun aber blöd. Wir machten aus der Not eine Tugend und setzten uns in zu einem sehr ausgiebigen Mittagsessen in einen hübschen Biergarten (Danke Andi für den Location-Tipp!).

   
Um 5 waren wir dann aber wieder parat und stellten uns bei Buhusi auf. Wenig später... X  

... rumpelte 60 1355 mit dem R 5467 (Bacau - Piatra Neamt) an uns vorbei...

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... natürlich wurde umgehend die Verfolgung aufgenommen und in Podoleni...

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 ... klickten die Fotoautomaten erneut.

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Von Bacau her startete in Bälde auch schon der nächste Regio, sodaß wir wieder umdrehten und eine Stelle für diesen suchten...    

... fündig wurden wir in Garleni. Wir sehen 60 1017 mit dem R 5481 (Bacau-Bicaz)...

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... auch hier wurde natürlich verfolgt. Dieses Mal fuhren wir in Buhusi den Bahnhof direkt an, alleine schon die illustre Bahnsteigbeleuchtung war ja ein Foto wert...

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... da im Bahnhof noch gekreuzt wurde, hatten wir bis Podoleni auch schon wieder ein paar Sekunden Vorsprung herausgefahren... X  

... zum Tagesabschluß noch ein kleines „Stilleben“. :-)

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So, das damit war die Messe heute auch schon wieder gelesen. Bis auf den Rangierhobel am Frühzug und die fehlenden Gütermänner waren wir mit dem Tag eigentlich recht zufrieden. Da wir mit dem gestrigen Restaurant äußerst zufrieden waren, steuerten wir es heute ein weiteres Mal an. Was die wohl gedacht haben, als die fünf komischen Deutschen schon wieder aufkreuzten? :-)

Nach getanem Mampf ging es wieder zurück in unser Appartment („Haus der Freundschaft“). Den Tag über war es prügelheiß und nun standen vier Verschwitzte in der Ferienwohnung. Was lag näher als einen nach dem anderen in die Dusche zu jagen? Aber wir hatten unsere Rechnung ohne die Vermieterin gemacht: Da kam kein Tropfen Wasser aus der Dusche – nix, absolut nothing! Gleich mal runter und die Dame angesprochen! Hm, oh, ja, blöd jetzt. Da sind Kabelarbeiten in der Stadt und Wasser gäbe es erst ab morgen Mittag wieder. Ach so, ok. Hobbykollege Sven, der sich keinen Kilometer entfernt in einem Hotel einquartiert hatte, konnte nicht über Wassermangel klagen. Wenig später erschien die Vermieterin dann tatsächlich noch mit mehreren Kanistern Wasser (keine Ahnung, wo sie die nun aufgetrieben hat). Für eine Katzenwäsche hats dann gereicht, aber hier wollten wir dann keine Nacht länger mehr bleiben, sodaß wir gleich die Zeche beglichen (natürlich in bar, damit auch booking.com nichts abbekommt!) um morgen in der Früh zeitig aufbrechen zu können.

Nota bene: Vielleicht hätten die die Google-Bewertungen genauer studieren sollen, aber offenbar waren wir bei weitem nicht die einzigen Gäste, bei denen urplötzlich „Kabelarbeiten“ stattgefunden haben.

 

   

Donnerstag, 15. August 2024

   

Heute wachten vier ungewaschene Männer (plus ein wohlriechender Hobbykollege im Hotel nebenan) in ihrer Ferienwohnung in Piatra Neamt auf und blickten abermals auf einen wolkenlosen Morgenhimmel.

Wir starteten wie gestern und steuerten erneut die Eisenbahnbrücke bei Pangaracior an in der Hoffnung, daß man uns nicht ein zweites Mal diesen orangenen Rangierhobel schickt (viele andere Motive gabs für diesen Zug auch nicht).

   

Unsere Gebete wurden erhört! Die CFR schickte uns Kutter Nummer 1017 mit dem R 5471 (Bacau - Bicaz). :-) ...

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... da sonst eh nichts anstand, steuerten wir einfach mal den Endbahnhof Bicaz an. Hier kommt der Zug gerade an...

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... die Lok setzte...

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... zügig um, da die...

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... Rückfahrt auch schon in Kürze starten sollte…

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... abfahrbereit war man mal; dann konnte es ja losgehen!  ...

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... wir brausten dem Zug etwas voraus und machten unsere ersten Aufnahmen...

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... am bestens gepflegten Haltepunkt Stejaru...

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... der Zug hieß nun R 5472 (Bicaz-Piatra Neamt) und wurde nochmals am Bahnhof Pingarati...

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... sowie in Vadurele fotografiert...

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... anschließend ging es nach Roznov. Auch heute fand in Piatra Neamt die Metamorphose vom R 5472 zum IR 1858 (Piatra Neamt – Bukarest) statt...

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... – also zu Deutsch: Es wurden zwei Wagen angehängt, sodaß man nun mit drei Wagen in Richtung Hauptstadt schippert. Hier befanden wir uns in Podoleni. X  

So, nun war die Messe einmal mehr gelesen. Personenverkehr war nun b.a.w. keiner mehr angesagt. Im System war allerdings noch ein Zug zu finden, der irgendwann heute Nachmittag verkehren sollte. Nur: Gab es diesen Zug wirklich und wann war mit ihm zu rechnen? Fragen über Fragen...  

Wir steuerten abermals den Bahnhof von Bicaz an, wo uns gestern so freundlich geholfen wurde. Allerdings war kein Fahrdienstleiter zu finden (warum auch, war ja auch kein Zugverkehr), nur ein Bahnpolizist sorgte für Recht und Ordnung. Markus quatschte ihn einfach mal an – „ah, deutsche Eisenbahnfreunde! Toll, Moment“ und weg war er. Zurück kam er dann tatsächlich mit dem Bahnhofsvorsteher (dem gleichen wie gestern). „Ja, heute ist ein Güterzug geplant. Irgendwann nach 14 Uhr ab Bacau“.

Na, das klang doch mal gut! Da bis um 2 aber noch jede Menge Wasser die Bistritz hinunterfließen sollte, gingen wir erst einmal zum angenehmen Teil über: Dem Mittagessen. :-)

Rechtzeitig waren wir dann aber auch wieder an den Schienen zurück. Wir stellten uns ins einfach mal an den Bahnübergang von Bistrita Neamt, hier paßte das Licht wunderbar und ein Motivsignal gabs auch noch. Beim örtlichen Betriebspersonal sorgten die fünf Deutschen zwar für leichte Verwirrung, aber was solls. Irgendwann gabs dann im System tatsächlich eine Abfahrtsmeldung: Also Cams entsichern!

   

Ein paar Minuten später wummerten dann 60 9011 und 65 1014 mit einer Leine E-Wagen an uns vorbei. Sehr schön – also reins ins Auto und hinterher...

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... bis Pangarati hatten wir ihn wieder eingeholt...

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... eine letzte Streckenaufnahme gelang bei Straja...

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... in Bicaz haben wir uns dann...

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... noch etwas...

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... etwas das Rangiergeschäft angeschaut.

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Wir unschwer zu erkennen ist, bildete sich in den Bergen ein ordentliches Gewitter (was angesichts der Schwüle auch kein Wunder war), was die Fotoambitionen etwas erschwerte. Wir beschlossen, wieder etwas weiter ins Flachland zu fahren um unsere Chancen etwas zu erhöhen, war doch von der Regio von Bacau schon im Zulauf. Aber so richtig wollte es nicht klappen...

   

 ... lediglich ein Schuß auf 60 1017 mit dem R 5481 gelang noch bei Sonne. Wir befanden uns mal wieder in Buhusi.

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Und nun? Hier hatten wir eigentlich alles gesehen. Ok, man konnte noch auf etwas Güterverkehr spekulieren, aber uns reizte etwas Neues. Wir beschlossen, hier morgen noch das Frühprogramm mitzunehmen und in der Hochlichtphase dann ins neue Zielgebiet zu wechseln. Nach den letzten beiden eher so semioptimalen Nächten (Stichwort fehlende Dusche) gönnten wir uns die kommende Nacht etwas Luxus und buchten uns im Hotel Waldor in Bacau ein. Für rumänische Verhältnisse nicht gerade günstig, aber das hatten wir uns verdient. Ihr glaubt nicht, wir erfrischend so eine Dusche sein kann! :-)

Den Abend ließen wir dann noch bei einer hervorragenden Balkanplatte im hoteleigenen Biergarten ausklingen, ehe wir dann geschafft an den Matratzen horchten.

   

Freitag, 16. August 2024

   

Die Gewitter waren verflogen und wir starrten aus den Hotelfenstern auf einen blankgeputzten Himmel. Mal wieder ging es ohne Frühstück los. Wir wollten uns um den Frühzug von Piatra Neamt nach Bacau kümmern, den wir die letzten beiden Tage wegen des Brückenmotivs vernachlässigten...

   

 ... 60 1272 war mit dem R 5462 betraut, wir standen bei Zanesti Neamt...

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 ... der zweite Mann sah sich das ganze von etwas weiter oben aus an...

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... die Verfolgung bis Costisa gelang...

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... und auch bis zum Haltepunkt „ach lest selbst“ hatten wir wieder genügend Vorsprung herausgefahren...

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... nun stand eigentlich nur noch der InterRegio auf dem Programm, für den wir bei Rosnov eine schöne Stelle fanden. 60 1017 hatte heute Dienst.

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Das war nun ein netter Abschluß. Wir starteten schon fast in Richtung unseres neuen Zielgebiets, als Markus noch ein Zug auf der E-Piste auffiel, den man noch kurz „mitnehmen“ könnte. Nachdem der bisherige Urlaub doch eher diesellastig war, konnten ein bisschen Abwechslung ja nicht schaden.

   

Ok, auf diese Hackfresse hätten wir nun auch verzichten können. Uns wär ne klassische EA doch lieber gewesen als dieses modernisierte Phoenix-Gedöns: 473 003 mit dem IR 1752 (Suceava-Bucuresti) bei Galbeni.

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Jetzt aber ab ins klimatisierte Auto und 200 km nach Nordwesten. Am Nachmittag schlugen wir am Nachmittag bei brütenden 35 Grad in Lungesti auf. Das liegt an der Strecke Galati-Barlad, die von TFC betrieben und befahren wird (aktuell ruht auf weiten Teilen der Verkehr aber unwetterbedingt). Eingesetzt werden 614er, die auch der Grund waren, warum wir hier her wollten.

   

Ein durchaus reges Fahrgastaufkommen herrschte in Lungesti, obwohl rund um den Haltepunkt eigentlich nicht viel zu holen gab...

   

.. 614 02 / 614 041 war als R 10307 unterwegs von Galati nach Barlad...

   

... für die Rückleistung des 614ers positionierten wir uns im Stadtgebiet von Barlad...

   
... und da mal schon mal da war, wurde der nachfolgende IR 1662 (Iasi-Bucuresti) mit der führenden 64 0956 auch noch gleich mitgenommen.    

Von Westen her drückte nun der angekündigte Schlonz rein, aber ein Motiv wollten wir noch anfahren. Leider versank die Sonne dann aber doch zu früh im Schmodder und die Stelle wanderte umgehend auf die „to-do-Liste“.

Wir brachen die Fotografiererei dann ab und fuhren in unser gebuchtes Hotel Vega in Galati. Das Hotel liegt an der Donau mit Blick auf dieselbe und bot eigentlich alles, was wir brauchten: Bequeme Betten und ein leckeres Restaurant. Lediglich die Parksituation war eher so semi...

   

Samstag, 17. August 2024

   

Auch wenn das Hotel recht lustige blau-getönte Fenster hatte, die permanent den Eindruck von Top-Wetter erweckten, war es heute Morgen doch bedeckt. Nach etlichen Sonnentagen hatten wir aber auch nichts dagegen, schliefen etwas länger und nahmen noch das ordentliche Hotelfrühstück mit. Da Besserung erst gegen Nachmittag vorhergesagt war, entschieden wir uns, ein bisschen in den 614ern mitzufahren. Um nicht im Stadtdschungel von Galati einen Parkplatz suchen zu müssen fuhren wir aufs Land raus nach Tulucesci und bestiegen 614 073. Wir fuhren mit bis Targu Bujor, vernichteten dort unter den strengen Augen des Bahnhofsvorstehers ein Bierchen und dieselten mit dem nächsten 614 wieder zurück.

   

Ja, so lässt es sich...

 
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... reisen! :-)

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Als wir wieder in Tulucesci ankamen, lichteten sich die Wolken schon deutlich, sodaß wir unsere Cams wieder auspackten. Von Barlad her sollte nun wieder „unser“ 614 073 kommen...

   

... wir standen in am Haltepunkt Moscu parat und nahmen die Verfolgung des R 10308 (Barlad-Galati) auf…

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... die Cams klickten erneut in Umbraresti Sat...

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... kurz vor...

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... Foltesti...

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... sowie im Bahnhof selbst.

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Puh, das war jetzt aber genug Gehetze. Da nun ein bisschen Zeit war, tankten wir unseren Tiguan mal wieder auf, gönnten uns ein kleines verspätetes Mittagessen und stockten unsere Vorräte auf.

   

Für den R 10344 (Targu Bujor-Galati) waren wir aber wieder parat und positionierten uns bei Sivita H.

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Da uns das alte Lackschema besser gefiel als dieses neue, entschieden wir uns, den 10344 fahren zu lassen und uns dem 10311 zu widmen, welcher wieder aus „unserem“ 073 gebildet sein sollte...

   

... wunderbar, dieser Landschaftsblick bei Foltesti...

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... 614 073/074 gehen da fast ein bisschen unter... X  

... am Haltepunkt Baleni durfte der Triebling dann wieder formatfüllend auf die Chips.

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So, für heute war die Messe gelesen. Wir waren sehr zufrieden mit dem Ergebnis und fuhren wieder zurück in unser Donau-Hotel. Auch den nächsten Tag wollten wir uns voll den 614ern widmen, zumal die Wetterfrösche äußerst zuversichtlich waren... :-)

   

Sonntag, 18. August 2024

   

Da ein erster Blick aus dem Fenster auf einen sternklaren Himmel fiel, starteten wir noch vor Sonnenaufgang. Auch der heutige Tag sollte wieder im Zeichen der TFC-614 stehen!

   

Wir fanden uns in aller Herrgottfrüh am Bahnhof Tulucesti ein, stand hier doch in Kürze doch schon eine Kreuzung an. Hier wartet...

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... 614 074/073 als R 10303 (Galati-Barlad)...

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... auf den entgegenkommenden 76 1464...

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... der als R 10302 von Barlad nach Galati unterwegs war.

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Als wir vorhin am Bahnhof waren und den 074 fotografierten, fuchtelte der Tf schon wild mit den Armen. Wir hatten uns nichts dabei gedacht. Nun aber hielt der 614 direkt neben uns an. Was soll denn das? Schlecht gelaunter Lokführer, der am Sonntagmorgen nicht fotografiert werden wollte? Ganz im Gegenteil, der junge Mann im Führerstand meinte in Englisch, daß wir ihn gestern auch schon fotografiert hätten und ob wir ihm die JPG nicht zuschicken konnten. Seine Whatsappnummer hatte er schon notiert und übergab uns den Zettel.

Na, das war doch mal ne nette Begegnung heute Morgen. Selbstverständlich schickten wir ihm die „digitalen Abzüge“ nach unserer Heimkehr zu. :-)

   

Nun aber weiter im Programm, wir verfolgten den 10303 noch bis Moscu.

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Von Barlad her sollte nun der 10304 kommen, welcher zumindest planmäßig aus zwei Einheiten besteht. Wir wollten mit diesem Zug quasi ein Stückchen mitfahren...

   

... heute waren 614 022/021 und 614 041/042 für den 10304 eingeplant und wurden bei Beresti (das mit der Zugschlußscheibe bei führenden Fahrzeugen nimmt man wohl nicht so ernst *g*)...

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... Balintesti... 

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... am Haltepunkt...

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... Roscani...

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... bei Targu Bujor (hier ging sowohl der hintere Triebwagen wie auch die Zugschlußscheibe am vorderen Fahrzeug ab)...

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... bei Umbraresti Sat...

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... und ein letztes Mal...

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... im Bahnhof Foltesti abgelichtet; im Hintergrund steht 76 1424 als R 10308 (Barlad-Galati)...

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... und eben diesen 10308 verfolgten wir dann bis Baleni...

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.. und Stoicani... X  

... nun stand der R 10309 auf unserem Zettel. Heute war 614 073/074 für diesen Zug eingeteilt, den wir an einem Bahnübergang bei Charaftei chippten. Was wohl dem Ortsansässigen durch den Kopf ging, als er uns drei Deutsche am Bahndamm erspähte? :-) ...

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... nun aber hinterher! Bis Baleni hatten wir...

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... genügend Vorsprung...

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... Mann numero2 setzte das Motiv frontaler um...

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... da wir die Straße am Sonntagnachmittag für uns alleine hatten, klickten die Cams bei Balintesti sogar noch ein weiteres Mal.

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... aus der Gegenrichtung drohte sich unterdessen 614 022 / 614 021 als R 10310 an, den wir gleich vor Ort erlegten...

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... und bis Targu Bujor...

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... und Ijdileni verfolgten.

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So richtig die Motividee für den nächsten Regio aus Galati hatten wir nun nicht mehr, sodaß wir einfach mal in Ijdileni blieben und hofften, daß die Sonne noch lange genug bleiben würde.

   

Und das tat sie auch – wir sehen hier den um den Mittelwagen verkürzten 614 042/04, der als R 10313 Galati mit Barlad verband.

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Sonne weg – Feierabend! Nach einer weiteren leckeren Balkanplatte flogen wir wenig später hundemüde in unsere Betten. Für Morgen hatten wir uns zwischenzeitlich die Karten gelegt: Wir wollten das Morgenprogramm noch vor Ort mitnehmen und über die Mittagszeit dann in ein neues Zielgebiet vorstoßen. Nur wohin sollte es gehen? Leider waren die Wettervorhersagen sich nicht ganz einig, wann es wo schön werden sollte. Wir vertagten die Entscheidung einfach mal.

   

Montag, 19. August 2024

   
Heute stand heute eine größere Verschiebung an. Den Morgen wollten wir noch hier in der Ecke verbringen und dann über die Hochlichtphase woanders hinfahren. Nur wohin? Das wusste wir auch am Morgen noch nicht. Markus wollte unbedingt ein bisschen rund um Jibou tätig werden, da dort auch mit dem ein oder anderen Umleiter zu rechnen wäre. Martin hingehen präferierte eindeutig die Piste nach Sighetu Marmatei. Dort waren wir vor ein paar Jahren schon mal mit dem Nachtzug langgefahren und waren begeistert von Zugverkehr und Strecke. Na, mal schauen, wie das ausgeht.    

Im Moment waren wir aber noch bei den 614ern und machten es uns um halb7 am Haltepunkt Frumusita gemütlich. Eine Viertelstunde später dieselte auch schon 614 042/041 als R 10301 (Galati - Bârlad) daher. Diesen wollten wir heute mal nicht verfolgen...

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... wir positionierten uns unterdessen bei Baleni für den entgegenkommenden 614 022/021 als R 10302 (Barlad-Galati)...

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... und verfolgten ihn dann nach Foltesti.

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Der nächste Zug aus Barlad sollte wieder der Doppelte sein, den wollten wir irgendwo machen, wo man mit der Länge auch etwas anfangen kann. Doch bis dahin war noch Zeit und wir gönnten uns erst einmal ein kleines Tankstellenfrühstückchen.

   

Markus nahm einen ordentlichen Fußmarsch unter Inkaufnahme von neuen Hundefreundschaften auf sich, um sich diesen Weitblick auf 614 041/042 und 614 073/074 als R 10304 (Barlad-Galati) zu verschaffen...

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... Martin machte es sich da etwas einfacher. Die Örtlichkeit hieß übrigens Docaneasa.

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Und was nun? Wohin sollte es als nächstes gehen? Die Wetterprognosen waren sowohl für die Region um Jibou wie auch für Maramures top. Nach einer kleinen Diskussion einigten wir uns darauf, es mal mit der Gegend round Viseu de Jos zu versuchen. Wenn man „in den Bergen“ schon mal Wetter angeboten bekommt, sollte man es auch annehmen! :-)

Wir starteten unseren Tiguan und brachen zu unserem 7-Stunden-Ritt auf. Unterwegs klingelte dann tatsächlich die Motivglocke: „Hier ists hübsch, hier ist ne Bahnstrecke, wann ist Zugverkehr?“. Ok, Nachforschungen ergaben, daß hier in nicht allzu ferner Zukunft ein Regio durchfahren müsste. Ein Blick in RailView egab, daß Dennis Kraus auch schon hier war und man ihn einfach nur nachfotografieren müsste. Gesagt, getan!

   

40 0857 mit dem R 5211 (Miercurea Ciuc-Onesti) bei Bolovanis.

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Und weiter ging die wilde Fahrt in Richtung Maramures. Aber arg weit kamen wir nicht, als sich die die Motivklingel abermals meldete. Und auch ein passender InterRegio ward schnell gefunden. Was nun fehlte, war ein pasender RailView-Eintrag – Mist, da mussten wir ja noch selbst tätig werden! :-)

   

Aber keine Angst, lange dauerte die Suche nicht, bis wir dieses Stückchen Erde fanden, wenig später kam dann auch der passende Zug: Eine unbekannt gebliebene 40 er mit dem IR 12543 (Brasov-Iasi) bei Lunca de Sus.

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Nun hieß es aber Kilometer machen, wollten wir abends doch noch den Nachtzug noch machen. Wir waren dann zwar auch rechtzeitig vor Ort, allerdings waren auch jede Menge Wolken da. Das war nun zwar doof, aber nicht zu ändern. Wir stellten uns mal so auf, wie es der Plan aussah, aber das ging sich bei beiden dann leider nicht aus. Na, dann eben ein ander Mal...

Die Mägen knurrten, also fuhren wir so lange durch die Gegend, bis wir etwas fanden, was uns zusagte. In Borsa wurden wir schnell fündig. Es war ein kleines Restaurant und nicht die klassische Touribude. Das hat meistens Vor-, aber auch Nachteile. Englischkenntnisse waren keine vorhanden, und von uns konnte keiner Rumänisch. Mit Händen und Füßen (und Google) versuchten wir dann der freundlichen Dame klarzumachen, daß wir drei gerne eine Fleischplatte für drei Personen hätten. Auf der Speisekarte waren Platten für 2 und 4 angeboten – da wird man doch was draus machen können. Sollte man meinen. Wir hätten dem kritischen Blick der Dame vielleicht etwas mehr Aufmerksamkeit schenken sollen, denn was dann kam, sprengte alles! Es gab drei Mal Fleischplatte für jeweils 2 Leute. Wir gaben dann wirklich alles, aber es blieb noch einiges über – Gottlob wurden hier keine westeuropäischen Preise aufgerufen... :-)

Anschließend ging es schnurstrakt ins gebuchte Hotel. Leider hatte Lulian, bei dem wir das letzte Mal übernachteten, keine Zimmer mehr frei, sodaß wir uns für das Hotel Ina in Borsa entschieden. Ein Neubau in einem alpin angehauchten Baustil mit tollen Zimmern; uns hat es sehr gefallen, auch wenn es nicht ganz günstig war. Es gehört einem Rumänen, der es wohl in Italien zu Geld gebracht hat (oder so ähnlich; so genau wollen wir es nicht wissen), der uns auch noch spät am Abend Einlaß gewährte.  

   

Dienstag, 20. August 2024

   

Wir befanden uns an der Bahnstrecke Salva-Viseu de Sus-Sighetu Marmatei. Wir wählten diese Gegend, da wir die Strecke wenige Jahre zuvor schon einmal im DSG-Schlafwagen befahren hatten und sowohl von der Landschaft wie auch vom Fahrzeugeinsatz begeistert waren.  

Eingesetzt wurden 2024 ausschließlich Kutter und Rekokutter. Es gab zwei durchgehende Zugpaare Cluj-Sighetu, eines mit Kurswagen aus Bukarest, dazu je nach Jahreszeit zwei bis drei Kurzläufer von Viseu de Sus nach Sighetu. In die Schlagzeilen kam die Strecke im Frühjahr 2024, als die rumänische Infrastrukturgesellschaft ankündigte, daß die CFR wegen der sanierungsbedürftigen Brücken (die damals schon teils nur noch mit 10 km/h befahren werden durften), ab Dezember keine Dieselloks mehr einsetzen dürfen. Es dauerte dann zwar noch ein Jahr länger als gedacht, aber seit Ende 2025 sind wohl tatsächlich nur noch Desiros auf der Strecke unterwegs.

Wir wachten in unserem Hotel am Rodna-Gebirge auf. Der Blick aus dem Hotelzimmer fiel auf einen sternklaren Himmel, also unter die Dusche und frischmachen! Was nun noch zu klären wäre: Ist der Regio aus Cluj denn pünktlich? Da er Kurswagen aus Bukarest erhält, ist er gerne auch mal ein bisschen später dran. Und später dran heißt, man kann ihm weiter entgegen fahren. Und ja, heute war er mit +90 unterwegs, die er gestern Abend in Bukarest schon eingesammelt hat. Supi! Also rein ins Auto und schauen, wie weit wir kommen...

   

In Cosbuc sollte das erste Foto entstehen, arg viel Zeit blieb nicht, ehe 62 0741 mit dem R 4112 (Beclean pe Somes - Sighetu) an uns vorbei kutterte. Der Zug bestand eigentlich nur aus Kurswagen: Die ersten drei kamen aus Cluj, der vierte aus Bukarest und der letzte Wagen ist unverkennbar ein ehemaliger DSG-Schlafwagen, der ebenfalls aus Bukarest kam...

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... nun aber hinterher! Bis Dealul Stefanitei hatten wir ihn wieder eingeholt (Stichwort sanierungsbedürftige Brücken)...

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... und die Cams klickten ein weiteres Mal...

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... und wenn auf einer Strecke schon nicht viel Verkehr ist, so muß man aus dem Vorhandenen machen, was geht, und so waren wir bis Bistra wieder vor dem Zug...

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... und auch Valea Viseului erreichten wir vor ihm. Hier wird der Zug gestürzt...

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... die Strecke ginge von hier aus noch weiter in Richtung Ukraine, aber momentan fährt nichts...

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... der Fahrtrichtungswechsel gab uns dann die Zeit, nach einer passenden Stelle für ein weiteres Foto zu suchen. So ganz 100%ig wars dann nicht, aber im Nachhinein ist es doch noch ein nettes Bildle geworden. :-)

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Nun war guter Rat teuer. Die nächste Zugbewegung war erst wieder der Regio aus Viseu de Jos. Wir entschieden uns, an der Tanke die Betriebsstoffe aufzufüllen, noch ein kleines Frühstückchen einzukaufen und anschließend etwas Motivkunde zu betreiben. Blöderweise bildeten sich mittlerweile auch schon wieder Queller, was die Freude dann doch etwas trübte. Aber gut, wir sind hier ja an den Bergen...

   

Mittags schlugen wir dann am Haltepunkt Craciunesti auf. Nach einem minutenlangen Wolkenlotto konnten wir das Duell dann doch für uns entscheiden: 60 1356 mit dem R 4655 (Viseu de Jos - Sighetu Marmatiei).

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Ja, die Strecke ist echt toll – die Züge hübsch. Aber die Zugpausen sind dann doch beachtlich: Nun hatten wir wieder drei Stunden freie Zeit. Da das Tankstellenfrühstück noch immer sättigte, schied ein Mittagessen aus. Wir entschieden uns aus der Gluthölle von Sighetu rauszufahren und oben in den Bergen ein schattiges Plätzchen zu suchen. Das fanden wir dann auch recht schnell und betrieben anschließend etwas Augenpflege. Kurzzeitig gestört wurden wir nur von einem ordentlichen Gewitter, das uns passierte...

So langsam lichteten sich die Wolken dann am Nachmittag auch wieder, aber auf der Fahrt zur nächsten Fotostelle fielen uns einige große Äste auf, die das Gewitter auf der Bahnstrecke hinterlassen hatte. CFR Infra war zwar schon tätig, aber es bis zum Nachtzug reichen würde?

   

Es hat gereicht, auch wenn die Wolken hier in Bistra noch für etwas Nervenkitzel sorgten...

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... hier sehen wir 62 0741 mit dem R 4116 (Sighetu Marmatiei - Beclean pe Somes) bei Leordina...

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... aus der Gegenrichtung war der Regio aus Cluj im Anflug, den wir mit der führenden 64 0922 auf einem der „bösen“ Viadukte nahe Dealul Stefanitei fuzzten. Der Zug hieß R 4114.

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Wie gesagt, wenn auf einer Strecke nicht viel Verkehr ist, muß man aus dem Angebotenen das Maximale herausholen. Und so fokussierten wir uns wieder auf den Nachtzug und teilten uns auf.

   

Während es sich Martin am Friedhof von Romuli „gemütlich machte“...

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... wählte Markus eine Variante von etwas weiter hinten.

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Schon gestern hatten wir ein Restaurant oben aufm Berg zwischen Dealul und Sacel entdeckt, das wir gerne einmal testen würden. Es lag zwar direkt an der Straße, aber ansonsten war hier oben absolut nichts. Und was sollen wir sagen? Lecker wars... :-)

Anschließend ging es wieder in unser Hotel und nach einem Balkonbierchen war dann auch schon wieder Heiaheia angesagt. Auch für morgen waren wieder sieben Sonnen gemeldet: Na, damit konnte man doch arbeiten!

   

Mittwoch, 21. August 2024

   

So muß das sein: Wir schauten aus unseren Fenstern und sahen jede Menge funkelnde Sterne am Firmament! Raus aus den Federn und ab ins Auto! Dieses Mal wollten wir uns aber nicht sofort um den Nachtzug kümmern, sondern erst einmal um den Regio aus Sigehtu, der morgens gegenläufig bis Viseu verkehrt.

   

Erste Anlaufstelle war die Einfahrt von Valea Viseului…

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... hier chippten wir 60 1356 mit dem R 4652 (Sighetu Marmatiei-Viseu de Jos)...

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... nach dem Fahrtrichtungswechsel klickten die Cams erneut...

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... es war knapp, aber bis Leordina hatten wir den Rychlik wieder eingeholt...

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... und auch in der Ausfahrt entstand noch ein Foto. Was wie eine fast perfekte Aufnahme aussieht, sollte morgen nochmals getoppt werden. Laßt euch überraschen! :-)

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… Endstation Viseu de Jos.

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Der Nachtzug hatte auch heute wieder 100 Minuten Verspätung, sodaß mit ihm bis in einer halben Stunde hier zu rechnen sein. Wir fuhren nach Bistra und teilten uns einmal mehr auf...

   

... während Martin sich an den Bahnübergang stellte...

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... kletterte Markus ein bisschen den örtlichen Berg hinauf...

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... bei der Einfahrt Valea Viseului hatten wir 62 0741 mit dem R 4112 (Beclean pe Somes-Sighetu Marmatiei) wieder eingeholt.

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So, nun begann wieder das bekannte Morgenloch – wir chillten noch etwas am Bahnhof von Valea Viseului, fuhren ein bisschen sinnlos durch die Gegend, kauften ein paar Getränke ein und chillten noch etwas. Zwischenzeitlich bildeten sich auch wieder Queller, aber zum Glück nicht in dem Ausmaß von gestern, sodaß man durchaus realistische Chancen auf das eine oder andere Foto hatte.

   

Um halb1 waren wir aber wieder parat und lauerten dem mittäglichen Kurzläufer auf. Wir stellten uns bei Bistra an die Brücke und knipsten 60 1356 mit dem R 4655 (Viseu de Jos -Sighetu Marmatiei).

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Ein Motiv, das wir unbedingt abhaken wollten war das bekannte Motiv „Brücke, Doppel-Formsignal&Vierschienengleis“ in der Ausfahrt von Valea Viseului...

   

... was bot sich da besser an...

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... als den 4655 hierfür zu mißbrauchen. :-)

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Nun hatten wir wieder über drei Stunden Pause. Aber dieses Mal hatten wir vorgesorgt und uns kein Frühstück gegönnt. Stattdessen knurrten jetzt die Mägen und wir fuhren ein Restaurant an, das wir am Vortag schon entdeckt hatten. Es lag etwas oberhalb in den Bergen an der Bundesstraße. So idyllisch und ruhig, wie es gestern noch schien, war es aber leider nicht, da die Straßenbauarbeiten sich just heute bis ans Restaurant vorgearbeitet hatten. Na egal, das Essen war gut und für Unterhaltung war durch die Bauarbeiten auch gesorgt. :-) 

Unser nächstes Ziel war nun einmal mehr der Nachtzug. Da wir aber viel zu früh dran waren, stellten wir uns in Valea Viseului am Bahnhof in den Schatten. Offenbar ein Fehler! Wenig später parkte ein dunkelblauer Dacia Duster der rumänischen Grenzpolizei neben uns. Vermutlich ist ihnen der blaugrüne Tiguan auch schon aufgefallen, der die letzten Tage hier wild und augenscheinlich sinnlos durch die Gegend fährt und regelmäßig Station am Bahnhof macht. Aber alles halb so wild, nach dem Checken der Ausweise und dem Zeigen einiger unserer Eisenbahnbilder waren sie beruhigt und konnten sich sicher sein, daß wir hier niemanden über die Grenze schmuggeln würden...

   

Nach dem Umfahren setzte sich 62 0741 in Valea Viseului wieder an...

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... ihren R 4116 (Sighetu Marmatiei-Beclean pe Somes)...

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... wir nahmen natürlich umgehend die Verfolung auf. Bis Petrova waren wir wieder vorne...

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... und auch in Viseu de Jos fanden wir noch ein schönes Plätzchen.

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So, der Nachtzug war nun weg. Nun blieb nur noch der Regio aus Cluj, der recht pünktlich unterwegs war und bis in einer Stunde wohl hier in der Ecke wäre. Wir fuhren dem Zug ein bisschen entgegen.

   

Wiki meint zwar, daß Sacel erst im Oktober vom Bahnhof zum Haltepunkt heruntergestuft worden wäre, die Formsignale hatten aber bereits im August keine Funktion mehr...

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... 64 1019 mit dem R 4114 (Cluj Napoca - Sighetu Marmatiei).

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Nun war die Messe aber gelesen. Wir fuhren zurück ins Hotel und nutzten zur Abwechslung mal das Hotelrestaurant. Für rumänische Verhältnisse wurden hier zwar ordentliche Preise aufgerufen, aber das Essen war absolut top. Anschließend gab es das Standardprogramm: Balkonbierchen und die Diskussion wie es weitergehen sollte. Für Morgen war landesweit Mistwetter angesagt, übermorgen sollte es dann aber wieder sonnig werden. Wir beschlossen, morgen hier zu bleiben, einen Ruhetag einzulegen und übermorgen nochmals anzugreifen.

   

Donnerstag, 22. August 2024

   

Ein Blick aus dem Fenster bestätigte die Wettervorhersage: Heute war kein Blumentopf zu gewinnen. Also ausschlafen und gemütlich frühstücken. Ist ja nach sovielen Tagen Dauerfuzz ja auch mal ganz schön.

Da für die Mocanita keine Plätze mehr verfügbar waren, entschieden wir uns, heute eine Runde mit der CFR nach Sighetu mitfahren und hofften auf Kutter und einen Wagen mit Übersetzfenstern. Beides wurde uns leider verwehrt: Es stand ein Rekokutter und ein Großraum mit festen Fenstern am Bahnsteig parat. Na egal, rein und los! 

In Sighetu hatten wir zwei Stunden Pause. Am Bahnhofskiosk versorgten wir uns mit Hopfenkaltgetränken und wurden vom Verkäufer freundlichst darauf hingewiesen, daß der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit verboten sei. Zur Erinnerung: Wir befinden uns hier in Rumänien! Also ne, so langsam ist dies auch nicht mehr das Land, das wir vor zehn Jahren kennen, lieben und hassen lernten; die Europäisierung ist nicht mehr aufzuhalten... :-)

Wir waren zeitig zurück und fürs Abendessen wars doch noch zu früh. Wir fuhren mal in Richtung unseres Hotels, hielten dort aber nicht an sondern fuhren weiter in Richtung Prisloppaß (mit 1400m knapp so hoch wie unser heimischer Feldberg) – einfach nur mal rauf und runter. So als klassisches Touristenprogramm eben. :-)

Auf der Talfahrt fiel uns dann im in einem Vorort von Borsa (quasi dem angeschlossenen Wintersportörtchen) die Pizzeria Rustica auf: Und sagen wir es mal so, nach unzähligen Fleischplatten tat so eine klassische Pizza doch auch mal wieder richtig gut!

Anschließend Balkonbier & Bett. :-)

   

Freitag, 23. August 2024

   

Der morgendliche Blick aus dem Hotelfenster war ermutigend: Die ganzen Wolken vom Vortag hatten sich verkrümelt und wir starrten auf einen blanken Himmel. Bezahlt hatten wir die Zimmer schon (natürlich bar, *räusper*), sodaß wir schon vor Sonnenaufgang aufbrechen konnten. Da der Nachtzug heute mehr oder weniger pünktlich unterwegs war, wollten wir uns abermals auf den Regio aus Sighetu stürzen.

Doch was war denn das? Je näher wir dem Bahnhof von Valea Viseului kamen, je dichter wurde der Nebel. Bäh, widerlich, pfui! Und doch nicht schon Mitte/Ende August? Hätten wir vielleicht doch lieber den Nachtzug gestalked...

   

Zumindest im Bahnhof selbst bekam der Zug noch etwas Licht ab: 60 1356 mit dem R 4652 (Sighetu Marmatiei - Viseu de Jos)...

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... wir versuchten, aus dem Nebel wieder rauszukommen, aber so einfach war das nicht. Auch der entgegenkommende Nachtzug war eher unter „Stimmung“ zu verbuchen: 62 1095 mit dem R 4112 (Beclean pe Somes-Sighetu Marmatiei) am westlichen Ortseingang von Leordina.

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Da die Kreuzung der beiden Züge in Leordina selbst stattfand, mussten wir nun einen Zahn zulegen, um wieder vor den Regio zu kommen. Wir wollten einfach so weit fahren, bis wir aus der Suppe raus waren. Doch wir waren noch nicht mal aus dem Ort raus und schon schien wieder die Sonne – ein Blick in den Rückspiegel verhieß Großes: Das könnte erstklassiges Kino werden! Das Einfahrsignal hatten wir gestern zwar schon verarztet...

   

... aber die Stimmung war der absolute Hammer! :-)

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Wir waren noch immer geflasht und setzten nur noch halbherzig zur Überholung an – das ließ sich wirklich nicht toppen!

   

Wir steuerten dennoch kurz den Endbahnhof Viseu de Sus an...

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... und machten zwei Abschiedsbildchen.

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Dieses Kapitel konnten wir nun erfolgreich zu den Akten legen. Es war nun Freitagmorgen und am Sonntag mussten wir unseren treuen Mietwagen wieder in Budapest abgeben. Was lag da näher, als einen Zwischenstopp „rund um Jibou“ einzulegen? Dort gibts tolle Züge, vielleicht noch den einen oder anderen Umleiter und dazu jede Menge Motive! Blöd war nur, daß die Temperaturen wieder steigen sollten und mit Schlonz zu rechnen wäre – aber egal, es lag aufm Weg!

Also rein ins Auto und ab dafür...

   

Freitag, 23. August 2024

   

Mittags schlugen wir im neuen Zielgebiet auf – nennen wir es mal „around Jibou“. Hier rechneten wir mit Kuttern, Rekokuttern und vielleicht noch dem einen oder anderen 628.

Als erstes wollten wir uns den RE 4076 anschauen, der Jibou mit Zahlau verband. Vagonweb kannte keine Zugbildung, aber ein Hobbykollege meinte, das wäre mit hoher Sicherheit „irgendetwas Lokbespanntes“. Wir stellten uns einfach mal bei Poptelec an die Strecke und warteten...

   

... ui, tatsächlich, um kurz vor2 dieselte 89 0455 mit dem R 4076 um die Ecke...

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... ab ins Auto und hinterher. Bei Mirsid klickten die Kameras ein weiteres Mal...

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... von Ungarn her sollte mittelfristig der „Harghita“ kommen, für diesen suchten wir eine nette Stelle und wurden unweit des Bahnhofs Zalau Nord fündig: 60 0881 und 64 1264 mit dem IR 367 (Budapest-Brasov).

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Nun war erst einmal eine Stunde Ruhe, bis endlich mal wieder ein 628er fällig wäre. Wir nutzten die Zeit um unsere Trinkwasservorräte aufzufüllen (bei 35 Grad läuft da einiges durch!) und spendierten unserem Leihwagen bei dieser Gelegenheit auch noch ein paar Liter Benzin. Muß ja auch mal sein...    

Hui, ich war mal ein Westerwälder!...

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... IRC-628 677 als R 10688 (Baia Mare - Jibou) im Bahnhof Somes Odorhei...

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... nun aber hurtig, der nächste CFR-Regio war schon in zehn Minuten fällig. Weit konnten wir in der Zeit natürlich nicht fahren, sodaß es der Haltepunkt Inau wurde. Clasa Desiro #2118 war als R 4044 unterwegs von Baia Mare nach Jibou.

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Jetzt war aber mal wieder Zeit für einen lokbespannten Zug.    

Deshalb waren wir ja auch hier. Von Osten her war der „Harghita“ im Anrollen, den wir mit der führenden 64 0962 bei Poptelec erwarteten.

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... für den nachfolgenden R 4454 (Jibou - Zalău Nord) variierten wir die Stelle einfach ein bisschen...

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... jetzt stand noch ein Zug auf unserer Liste, und dies war der IRC-Zug 10572 (Cluj-Oradea). Wir warteten abermals bei Poptelec und chippten den ehemals polentauglichen 628 642.

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Uns gefiel es in der Region, sodaß wir entschieden die kommenden drei Nächte hier zu verbringen. Leider ist es nun nicht so der Touri-Hotspot, sodaß die Auswahl an gescheiten Unterkünften eher mau war. Entweder die Bewertung war mies, es gab nicht genügend Betten, die bei diesen Temperaturen nötige Klima fehlte oder aber der Preis passte nicht. Nach langen Suchen fanden wir ein hübsches kleines Häuschen, das zwar leider auch keine Klima hatte, aber „in den Bergen“ lag. Wir hofften auf etwas gemäßigtere Temperaturen und nahmen die halbe Stunde An- und Abfahrt zur Bahnstrecke in Kauf. Über booking.com war schnell gebucht und schon wenige Minuten später meldete sich die Vermieterin per whatsapp und klärte über das weitere Vorgehen auf.

Wir packten unsere Cams zusammen und fuhren mal in die Richtung neuer Bleibe. Wie bereits gesagt, besonders viel ist in der Ecke hier nicht los und so blieben schlußendlich auch nur zwei Verpflegungsmöglichkeiten übrig, wobei eine auch noch geschlossen hatte. Wir sahen uns schon mit leeren Mägen in die Betten steigen, aber das „La Vio“ in Valea Chioarlui hatte dann zum Glück noch geöffnet. Die Bewertungen waren zwar nur mäßig, aber wir ließen uns auf die Sache mal ein. Englisch konnte keiner und wir mal wieder kein Rumänisch – aber Google ist manchmal doch Gold wert. Ich weiß zwar nicht mehr genau was es gab, aber es muß wohl gemundet haben (jedenfalls sind keine negativen Erinnerungen vorhanden *g*) und mit 10 € (inklussive Getränken!) selbst für rumänische Verhältnisse unschlagbar günstig.

Anschließend ging es in die gebuchte Unterkunft. Die Schlüsselübergabe verlief dann „unspektakulär“ und was wir vorfanden, war top: Eine neue kleine Villa mit vier Schlafzimmern (soviele hätten wir gar nicht gebraucht), großer Küche, riesigem Garten, dazu noch jede Menge selbstangebauter Gemüsen (ging aufs Haus) und melkfrischer Milch vom Bauer von nebenan. Klasse!

Wer mal in der Gegend ist: Casa Carolina können wir uneingeschränkt empfehlen (auch wenn die Villa aktuell bei booking doppelt so teuer ist als noch 2024).

   

Samstag, 24. August 2024

   

Wir wachen erstmals in unserem kleinen Ferienhäuschen in Boiu Mare auf – der Himmel ist frühmorgens wie erwartet eher bewölkt und verhilft uns zu eimem „Fast-schon-ausschlafen“, den Nachtzug ließen wir notgedrungen fahren. Allerdings wird für den Morgen ein Aufklaren vorhergesagt, sodaß wir um 8 dann doch runter ins Tal fahren. Im System war ein Güterzug verzeichnet, der gen Brazi fahren sollte und wohl in Jibou stünde – und den wollten wir uns ansehen.

In Jibou angekommen stand da tatsächlich ein Kesselwagenzug, ein Kutter hing davor und das Licht war an. Untrügerische Zeichen, daß irgendwann mal mit einem Losfahren zu rechnen wäre. Nur wann, das wussten die Götter. Es gibt ja auch viele Gründe, die für eine längere Pause sprechen: Gegenzüge, fehlendes Personal, Kaffeekränzchen beim Capo Stazioni, ...

Wir beschlossen einfach mal, das erstbeste Motiv anzufahren, an dem das Licht stimmen würde und dort zu warten. N bissel ging es dann schon, aber irgendwann erschien im System tatsächlich die Abfahrtsmeldung...

   

... ein paar Minuten später kutterte auch schon 60 1545 der GFR mit dem 662190 (Simleul Silvaniei - Brazi) an uns vorbei...

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... bis Babuteni hatten wir den Kesselzug schon wieder eingeholt...

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... bis Lemniu hatten wir genügend Vorsprung für einen weiteren Schuß...

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... am Bahnhof Ileanda fragten wir den Weichenwärter, ob unser Aufenthalt in Gleisnähe für ihn in Ordnung wäre, was mit einem Schulterzucken beantwortet wurde. Auch ok! :-)

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Hier brachen wir die Verfolgung dann ab, weil auf dem folgenden Streckenabschnitt eh nichts mehr zu holen gewesen wäre. Ein Blick ins System zeigte, daß in nächster Zeit mit keinen weiteren (Güter)zügen zu rechnen sei, sodaß wir uns ein kleines Frühstückchen gönnten und ein bisschen im Schatten chillten.

   

Erst am frühen Nachmittag ging es dann weiter. Ah, da ist der Westerwälder wieder! Heute war 628 677 als R 10686 bei Jibou unterwegs...

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... dem nächsten Takt-628 fuhren wir ein bisschen entgegen. Bei Alunis Salaj klickten die Cams für 628 651 als R 10688 (Baia Mare - Jibou).

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Nun stand der erste Nachtzug auf dem Programm. Wir fuhren den Bahnhof Ulmeni Sălaj an, denn hier gab es noch Formsignale…

   

... mit den nervigen Stromleitungen hatten wir allerdings nicht gerechnet...

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... wir sehen 64 0950 mit dem IRN 1941 (Satu Mare-Mangalia)...

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... Martin stand unterdessen ein bissel weiter hinten...

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... bis Benesat hatten wir den Nachtzug auch schon wieder eingeholt...

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... den nachfolgenden Regio 4096 in Form von 96 2118 fotografierten wir von einer kleinen Anhöhe bei Inau aus... X  
... unser nächstes Wunschmotiv hatte Jan einmal als die unvollendete Himmelsrampe von Benesat bezeichnet. Wir setztes es mit 628 493 um...   X

... jetzt war wieder Desiro-Zeit: Wir sehen 96 2050 als R 4022 (Cluj-Baia Mare) nahe Ticau.

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Den nächsten Programmpunkt stellte der zweite Nachtzug dar, der Satu Mare mit Bukarest verbindet. Über das ideale Motiv bestand allerdings keine Einigkeit, sodaß wir uns ein weiteres Mal aufteilten.

   

Martin wollte den Zug mit Wärterbude, Signal und Kieshaufen umsetzen...

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... Markus hatte eher Bock auf den Bahnhof (Benesat). Neben der Zugnummer (1642) sei auch noch auf den sehr bequemen DSG-Schlafwagen an vorletzter Stelle hingewiesen. :-)   X

... das war dann der Tagesabschluß: 628 651 als R 10692 (Baia Mare-Jibou) im Bf Miresu Mare...

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... und da sage nochmal einer, in den Zügen wäre nix los! :-)

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So, der Tag war gelaufen; wir waren einmal mehr sehr zufrieden. Und was folgte nun? Nein, auf Restaurant hatten wir heute keine Lust – wir hatten bei unserer Villa nämlich etwas Tolles entdeckt!

   

Der Fotoplanungsmeister sattelte kurzfristig zum Grillmeister um! :-)

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Morgen sollte schon wieder Wetter werden. Wir stellten den Wecker mal auf recht früh...

   

Sonntag, 25. August 2024

   

Wir wachen abermals in unserem kleinen Ferienhäuschen in Boiu Mare auf – der Himmel sah (bis auf den Drecksschlonz, der uns schon die letzten Tage verfolgte) recht brauchbar aus, sodaß wir schon recht früh aufbrachen. Unser erstes Ziel war ein lokbespannter Regio...

   

... den wir bei Babeni erwarteten. Wir sehen 64 0922 mit dem 4006 (Baia Mare-Cluj Napoca/Bucuresti)...

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... auf den Straßen war am Sonntagmorgen nichts los, sodaß wir den Zug bis Cormenis wieder eingeholt hatten...

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... eigentlich stand nun der erste Nachtzug an, doch dieser tingelte mit dreißig Minuten Verspätung durch die Lande, sodaß wir erst einmal Vorlieb mit 96 2118 als R 4094 (Cluj Napoca-Zalau Nord) nehmen mussten...

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... ehe zwanzig Minuten später dann endlich 64 0950 mit dem IRN 1942 (Mangalia-Satu Mare) um die Ecke bog. Beide Aufnahmen entstanden in Ileanda...

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... da wir für den nächsten Nachtzug sowieso in Richtung Jibou wollten, wagten wir uns an eine Verfolgung des 1942 – bis Ciocmani hatten wir ihn tatsächlich wieder eingeholt.

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Nun stand ein kleines Problemchen an: Der zweite Nachtzug hatte rund zwei Stunden Verspätung, mit sonstigem Zugverkehr war hier momentan nicht zu rechnen. Wir beschlossen nach Jibou zu fahren und dort mal nach dem Rechten zu schauen. Aber auch dort stand nichts im Bahnhof, was unser Interesse geweckt hätte, sodaß wir einmal mehr den Durst unseres Tiguan stillten und uns ein kleines Tankstellenfrühstückchen gönnten. Bei einem hiesigen Gebrauchtbushändler schauten wir ein bisschen über den Zaun und entdeckten jede Menge Schätzchen, die teils früher auch mal im Schwarzwald liefen. Schön! :-)

   

Um kurz vor 11 waren wir aber wieder parat, denn nun war endlich Zeit für den Nachtzug 1641 aus Bukarest, der heute von 64 1019 gezogen wurde. Wir befanden uns am Haltepunkt Ciocmani.

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Ja, mittags ist hier eher Totentanz angesagt, wenn nicht irgendwo ein Güterzug aufploppt. Und das war heute leider nicht der Fall. Es war zwar ein Ungar im System, welcher bis Valea fuhr, aber ob und wann der weiterführe? Der nächste Regio war erst wieder um 2 fällig, sodaß wir einfach ein bisschen durch die Gegend fuhren und Motivkunde betrieben. Wir verschoben uns später ein bisschen gen Westen, um bei einer potentiellen Abfahrt des Güterzugs auch etwas damit anfangen könnten.  Irgendwann stellten wir uns dann am Bahnhof Mirsid in den Schatten und inspizierten später ein bisschen den Bahnhof (wir wollten den Regio hier machen). Bei den bösen Blicken, die uns der diensthabende Fdl zuwarf, gaben wir zunächst nichts.

   

96 0028 als R 4076 (Jibou - Zalău Nord) im Bahnhof Mirsid.

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Endlich vermeldete das System die Abfahrt des Güterzugs in Valea lui Mihai. Wir fuhren ihm so weit als vertretbar entgegen...

   

... und stellten uns nahe Dersida auf. Der Zug entpuppte sich als (leerer?) Getreidezug...

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... der zweite Mann stand unterdessen ein paar Meter weiter...

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... angesichts der Verkehrsdichte war die Verfolgung nicht ganz einfach und wir hatten schlußendlich auch nur Sekunden Vorsprung. Wir sehen 60 1259 mit dem 60707 (Valea lui Mihai - Dej Triaj) im Bahnhof Borla.

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Wir gingen in die nächste Verfolgung in der Hoffnung, daß der Zug in Zalau ein bisschen auf die Seite gehen würde. Gründe gäbe es ja genügend: Arbeitsschutzpause, Trassenkonflikte, Einladung zum Nachmittagskaffee. Wir positionierten uns nahe des Bahnhofs Zalau Nord. Im Gegensatz zu vorgestern standen wir allerdings unter der Straßenbrücke, wollten wir angesichts der unsicheren Abfahrtszeit des Zuges nicht in der prallen Sonne gegrillt werden. Um kurz vor 4 wäre ein Desiro geplant – die Frage war nur, lässt man den Güterzug vor oder nach dem Zug los...

   

... also VOR schon mal nicht, denn 96 0028 als R 4071 (Zalău Nord - Jibou) war plan unterwegs.

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Wir warteten und warteten, aber irgendwie muß ihn das Bermudadreieck Zalau verschluckt haben. Irgendwann wurde es uns zu doof und wir brachen ab, zumal die Sonne langsam rum war (nota bene: Die tatsächliche Abfahrt des Zuges war dann nach Einbruch der Dunkelheit). Und außerdem stünde mit dem „Harghita“ eine sichere Bank an...

Es ging zurück zum Bahnhof Mirsid (das war der mit dem miesgelaunten Eisenbahner) – wir hofften einfach mal, daß zwischenzeitlich ein Personalwechsel stattgefunden hätte. Als dann so langsam der InterRegio fällig wurde, stellten wir uns mal auf, aber unser „Freund“ vom Mittag war immer noch im Dienst. Unsere Anwesenheit brachte den Herrn Bahnhofsvorstand dann komplett in Rage. Mit der Polizei wurde uns sogar gedroht; da wir aber nichts Verbotenes machten, saßen wir die Sache dann einfach aus (und die Polente kam dann auch während unserer Anwesenheit nicht mehr)...   

Naja, da wir sonst in Rumänien eigentlich immer nur sehr freundliche Eisenbähnler getroffen hatten, wird der Kerle hier wohl einfach nur nen schlechten Tag gehabt haben (wer arbeitet schon gerne sonntags bei dem Traumwetter). :-)

   

... ach ja, 64 0962 kam mit dem IR 366 (Brasov-Valea lui Mihai) dann auch noch vorbei... 

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... nun stand noch das klassische Abendprogramm an. Dies startete mit 96 2118 als R 4454 (Jibou-Zalau Nord) bei Cuceu Salaj...

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... 628 548 als R 10572 (Cluj Napoca-Oradea) ebendort...

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... der Nachtzug 1642 von Satu Mare nach Bukarest wurde wie heute morgen auch schon, von 64 1019 gezogen...

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... das Tagesabschlußfoto zeigt einmal mehr den IRC-10692, heute aufgenommen bei Ulmeni und heute mit dem ex-Pfälzer 628 493.

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So, nun war die Messe aber gelesen. Angesichts der mauen Restaurantlage in der Region und des äußerst schmackhaften gestrigen Abendessens entschieden wir uns, abermals den fewo-eigenen Grill anzuschmeißen. Allerdings gestaltete sich die Fleischbeschaffung am heutigen Sonntag deutlich schwieriger als gestern, da die Frischetheke im örtlichen Penny geschlossen hatte. So mussten wir uns mit Eingepacktem zufrieden geben, aber geschmeckt hats trotzdem.

   

Hm, kaltes Bier & totes Tier! ;-)

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Montag, 24. August 2024

   

Wir wachen ein drittes Mal in unserem kleinen Ferienhäuschen in Boiu Mare auf. Heute war Abreisetag, weshalb wir gestern bereits kurz durchgewischt hatten. Da wir das Häuschen aber sowieso nur zum Schlafen und Grillen genutzt hatten, war schnell sauber. Für den heutigen Abend besaßen wir Tickets für den RetroIstria von Budapest nach Koper (Letztbereisung Koperrampe?), die Abgabe des Mietwagens war für den späten Nachmittag terminiert. Also Zeit genug, noch das ein oder andere Foto zu schießen (wobei nach zwei Wochen Dauerfuzz bei 2/3 der Besatzung eine gewisse Sättigung eintrat). :-)

Wir fuhren also einmal mehr recht zeitig los, wollten wir doch noch das Formsignal von Benesat mit dem Nachtzug umsetzen.

   

Ach, der letzte Triebwagen von gestern ist der erste von heute: 628 493 als R 10689 (Jibou-Baia Mare)!

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... und derselbe Zug ein paar Meter weiter. X  

Bis zum Nachtzug, der heute mal nur plus30 hatte, war trotzdem noch eine gute Stunde Zeit. Wir versuchten uns an einem Gegenlichtschuß eines Desiros, aber wirklich vorzeigbar war das Ergebnis nicht, sodaß wir einfach mal hoffen, daß der Nachtzug mitspielt...

   

... und das tat er dann auch: Wir sehen 64 0950 mit dem Bäderzug 1942 (Mangalia-Satu Mare)...

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... sichtlich über und gefreut hat sich der Lokführer des 628 663 als R 10684 (Baia Mare-Jibou) bei Ulmeni. :-)

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Nun war Hochlicht, wir mussten abends in Budapest sein und zugmäßig war erst einmal sowieso nichts los. Wir beschlossen, mal in Richtung Ungarn zu starten. Da noch genügend Zeit war, könnte man unterwegs ja vielleicht noch etwas mitnehmen.

Als wir uns der Grenze näherten fiel uns ein, daß es da doch den kleinen Grenzpendel gab, mit welchen wir auch mitgefahren wären, hätten wir den Mitfahrteil unserer Tour nicht gecancelt. Ein Blick aufs Fon ergab: Oh ja, da kommt was entgegen!

   

Teile unserer Reisegruppe stellte sich auf die Straßenbrücke und schaute sich das Gekuttere von oben an...

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... während Martin sich im Schatten unter der Brücke wohler fühlte.

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Wie so oft (nicht nur, aber auch) im Osten, folgte dem Grenzpendel rund 90 Minuten später bereits der nächste Zug, dieses Mal der „Harghita“, mit dem wir es auf dieser Tour ja schon öfters zu tun hatten. Nach diesem Zug herrschte dann den Rest des Tages grob gesagt ein 4-Stunden-Takt.

Zurück zum Thema: Den 367 wollte wir noch irgendwo fotografieren und dann „rübermachen“. Ohne Motivkenntnis fuhren wir einfach mal den Bahnhof Carei an, dort müsste zumindest mal das Licht einigermaßen passen.

   

Aber es ging sich aus: Wir sehen 64 1264 mit dem IR 367 (Budapest-Brasov).

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Als nächstes stand die Einreise nach Ungarn an, was Gottseidank seit nicht allzu langer Zeit ohne Kontrolle vonstatten geht und so waren wir dann auch ratzfatz „drüben“. Ein Blick aufs Radar zeigte einen Güterzug, der in Kürze aus einem Anschluß bei Mateszalka nach Debrecen fahren sollte. Da es im Internet hübsche Bilder des Bahnhofs Nyirbator gab, steuerten wir diesen an. Ob die gezeigten Formsignale noch existieren und mit was wird der Güterzug wohl bespannt sein? Wir hofften ja auch einen Szergej...  

   

... und ja, die Signale gibts noch, doch der Szergej war nur 285 001, die mit dem 68009 an uns vorbei dieselte...

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... da wir noch ein bisschen Zeit über hatten, stellten wir uns noch ein Weilchen an die Hauptstrecke bei Atkar. Stellvertretend zeigen wir euch 630 047 mit dem IC 654 (Budapest-Nyugati - Budapest-Keleti).

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Der Rest des Urlaubs ist schnell erzählt: Wir fuhren nach Budapest und gaben unseren in Rumänien gebuchten Mietwagen zurück – Klasswagen sei Dank. Das Prozedere war Dank fullprotection in wenigen Minuten erledigt und schon kurz danach waren wir auch schon im Taxi unterwegs zum Südbahnhof. Dort wurde fast schon traditionell das Vagon Etterem aufgesucht, in dem vorzüglich gespeist wurde (nota bene: 2025 waren wir wieder dort und wurden maßlos enttäuscht – also eine uneingeschränkte Empfehlung ist das Restaurant nicht).

 

Anschließend ging es rüber zum Bahnhof, wo der RetroIstria schon bereitstand. Impressionen gibts in einem älteren Beitrag:

 

https://www.drehscheibe-online.de/foren/read.php?030,10447691,10447691#msg-10447691

 

Von Koper ging es mit einem Taxi rüber nach Pula, von wo wir einen überraschend günstigen easyjet-Flug gebucht hatten. Und warum nun Pula? Weil wir ursprünglich geplant hatten, in der zweiten Woche in Slowenien und Kroatien zu fotografieren und dann heimwärts zu fliegen. In Basel setzten wir pünktlich auf, mit einem 1.7 Millionen Euro teuren E-Doppelgelenkbus ging es rüber zum Schweizer Bahnhof, von wo uns die DB dann überraschend pünktlich über Offenburg nach Hause brachte.

 

Resümee

Was bleibt übrig? Wir hatten ja eigentlich den Plan, eine Woche mit der Bahn zu reisen und dann eine Woche zu fotografieren. Dann kam dieses verflixte Hoch dazwischen, das uns quasi vierzehn Tage Sonne nonstop gescherte. Wir waren happy, die Anzahl unserer Kutter-Bilder binnen kurzer Zeit zu vervielfachen. Auch wenn es zum Schluß für 2/3 der Reisegruppe doch langsam aber sicher recht zäh wurde (bullenheiß war es eigentlich immer), so hat Rumänien einmal mehr einen riesigen Spaß gemacht: Die Züge sind größtenteils sehr fotogen, Kutter&Rekokutter sowieso über jeden Zweifel erhaben, die Eisenbahner waren bis auf die eine Ausnahme alle gut gelaunt und hatten sich über die drei Deutschen gefreut, die sich hier für ihre Eisenbahn interessierten. Eine kleine Träne im Knopfloch blieb aber doch: Es sei den Rumänen ja gegönnt, aber vor zehn Jahren fuhren wir auch ein bisschen deshalb dorthin, weil alles noch ein bissele rückständiger war (ich hatte das damals immer etwas salopp als Katatrophentourismus bezeichnet). Aber die Europäisierung (man könnte auch sagen Fortschritt) zieht „leider“ immer weitere Kreise...:-)

- Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen - denen piepts doch (und das sagt der Schreiber, der im Jahr keine 10 Biere trinkt *g*)!

- Mit 100km/h durch ne geschlossene Ortschaft? Vor zehn Jahren noch Standard – heute (zum Glück) nicht mehr.

- Schotterpiste an Schotterpiste? Nix da, feinster Teer wurde verlegt!

 

Das Abenteuer ist weg - schade!

 

   

 

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