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NEWS (neueste/wichtigste
Meldungen oben, der Rest ist eingeordnet)
Die letzten Wochen zeigte sich regelmäßig donnerstags ein neuer privater
Güterzug auf der Schwarzwaldbahn. Gegen 17 Uhr durchfuhr ein Vectron mit
leeren Flachwagen Triberg gen Offenburg (mit Ziel Oberhausen). Der volle
Gegenzug (Ladegut Alugedöns) verkehrt übers Gäu. Aktuell laufen die Züge als
Sonderleistung - mal sehen, ob vielleicht mehr daraus wird.
Regionalverkehr
Bei den umfangreichen Bauarbeiten im Herbst 2025 ist bei Klengen eine
Feuchtstelle entdeckt worden; Grundwasser gefährdet die Stabilität des
Gleiskörpers. Bis hier die Bagger anrücken wird es noch längere Zeit dauern,
sodaß die Züge nun b.a.w. langsamer fahren. Die Fahrzeiten der Züge wurde um
wenige Minuten angepaßt.
Seit Ende September 2025 ist die Freiburger 146 238 mit Werbung für den 100sten
Geburtstag des Reichenbach-Viadukts unterwegs.
Nachdem
es ursprünglich hieß, daß auf der Schwarzwaldbahn ab 2026 Neufahrzeuge
Einzug halten sollen, hat man wohl gemerkt, daß eine komplette Neuausschreibung
inklussive Fahrzeugen in der kurzen Zeit bis dahin nicht realisierbar und
außerdem noch nicht ganz günstig ist. Wie
es aus dem Verkehrsministerium heißt, dürfen unsere bequemen Dostos nun noch bis
maximal
Dezember 2032 ihre Runden durch den Schwarzwald drehen.
Sowohl BahnReport wie auch der
Südkurier
berichteten unterdessen, daß für die Zeit nach 2032 (der aktuelle Vertrag ist
aber wohl auch schon auf 2029 kündbar) der Einsatz
von einstöckigen(!!!) GEBRAUCHTEN(!!!) Fahrzeugen im Schwarzwald geplant sei
(also quasi irgend ein abgeranzter Schrott aus den Stuttgarter Netzen, die dort
mangels ETCS-Umrüstung dort nicht mehr fahren können). Die Anzahl der
Sitzplätze soll zwar nicht sinken, aber es ist zu befürchten, daß die
Fahrradbeförderung künftig "eher so semi" sein wird (sogar der "DB-Chef-vor-Ort"
gibt zu, daß die Dosten aus Bikersicht das non-plus-ultra wären). Die DB hat für
die kommende Ausschreibung, die Mitte 2026 starten soll, ihren Hut bereits in
den Ring geworfen.
Quelle Verlängerung
Verkehrsvertrag.
Kommentar: Die
Verlängerung des Verkehrsvertrags ist eine
weise Entscheidung!
Wer die "neuen" bwegt-Züge kennt,
weiß, daß dies ein riesiger Rückschritt wäre: Harte&unbequeme Sitze, enge
Bestuhlung, minimale 1. Klasse - das braucht kein Mensch bei Reisezeiten von bis
zu drei Stunden. Dosten sind im Prinzip die komfortabelsten Wagen, die im
deutschen Regionalverkehr unterwes sind. Wenn man es nun schhaffen würde, die
verranzten Freiburger Wagen im Rahmen eines Refit wieder in einen ansehnlichen
Zustand zu bringen (innen wie außen!), wäre alles gut. Was den Plan betrifft, ab
2030 wieder auf einstöckige Fahrzeuge zu setzen, kratzt sich der interessierte
Fahrgast doch am Kopf. Welchen Grund hatte es wohl, daß man 2006 auf
Doppelstöcker setzte? Und liebe Leute im Stuttgarter Kessel, schauts euch doch
mal an, was ihr im Höllental mit dem Rückschritt auf einstöckige Fahrzeuge
angerichtet habt. Brauchen wir im Schwarzwald ein Netz 9a 2.0???
Güterverkehr
(Fahrzeiten):
Am 18.07.25 wurde der
Ölzug nach Rammelswiesen
(das Foto zeigt den Zug noch mit DB-Lok) auf dem E-Abschnitt von Karlsruhe
nach Villingen probeweise erstmals nicht von DB Cargo, sondern vom
Privatunternehmen "Bahn PT" aus Horb gefahren. Eingesetzt wurde
die firmeneigene und sonst mit dem Knielinger Kokszug beschäftigte ehemalige
Cargo-Lok 145 016, die zwischenzeitlich dank Folierung zur Schwarzwaldmarie
mutierte. Den Verschub nach Rammelswiese erledigte Cargo selbst mit
ihrer V90. Eine Woche später setzte Bahn PT dann die blaue 151 039 ein. Anfang
September übernahm Bahn
PT dann bis auf Weiteres den Kesselzug als Subunternehmer, eingesetzt werden
weiterhin wahlweise 145 016 oder 151 039.
Vor rund zwanzig Jahren wurde in Neustadt der Gleisanschluß der örtlichen
Papierfabrik wiedereröffnet. Seither wurde der Anschluß drei Mal pro Woche
mit einer V90 von Villingen aus bedient. 2025 ist nun damit Schluß, die
Abholung der letzten Wagen fand Ende Juni statt. Für die Villinger Übergabe
bedeutet dies, daß sie in Zukunft noch kürzer wird - mal schauen, wie lange
Cargo das Spiel noch spielt...
Der Kieszug ist Mitte März 2026 aus seine Winterschlaf erwacht! In der
ersten Zeit setzte die SWEG die blaue 187 932 ein. Bei den Verkehrstagen gab es
eine kleine Änderung: Der Bergfahrer ist weiterhin Di+Do unterwegs - zu Tale
geht es nun aber Mi+Fr (anstatt Di+Do bislang) - allerdings sind auch
kurzfristige Änderungen möglich...
Seit Frühling 2024 wird der Anschluß Scholz in Klengen (bei Villingen) nicht
mehr bedient.
Fernverkehr
Am 28. März 2026 befuhr mit 408 022 erstmals seit viereinhalb Monaten wieder ein
ICE die Schwarzwaldbahn. Es gibt nun das neue Zugpaar 902/903, welches von Köln aus über die Neubaustrecke
fahren soll.
Allerdings, und das verschweigt die Propaganda-PM der DB natürlich, werden die
Verkehrstage halbiert und der Zug fährt nur noch Sa den Buckel hoch und
So wieder runter (anstatt wie letztes Jahr Fr und Sa hoch...). Auch könnte man die Fahrzeiten
diskutieren: Während die Fahrt an den See zur idealen Touri-Zeiten stattfinden
soll (16:30 Uhr an Konstanz), geht es sonntags erst um 16:20 Uhr los, was für
den klassischen Feriengast wohl zu spät sein dürfte. Ob man den Zug nur mit
Wochenendpendlern (für die im Übringen ja die freitägliche Hinleistung fehlt)
füllen kann? Egal, so hat man sich dann schon mal einen Grund geschaffen, den
ICE wieder einzustellen ("da ist ja eh nix los"). Anfangs ist der
Einsatz von 407ern ("Hackfresse") geplant, ab Oktober sollte dann zum
formschöneren 403 umgeschwenkt werden. Wegen der Feuchtstelle bei Klengen (s.o.)
entfällt der Halt in St. Georgen beim 903 b.a.w.
ICE 902
Konstanz-Köln an So
Konstanz
16:18
Offenburg 18:40
Köln 21:55
ICE 903
Köln-Konstanz an Sa
Köln
10:59
Offenburg 14:06
Konstanz 16:37
Sonstiges
Schon mal für die Langfristplanung: Im Jahr 2027 plant die DB, die
Schwarzwaldbahn ein halbes Jahr lang zu unterbrechen. Zwischen Juli und
September soll zwischen Offenburg und Engen gebaut werden (immerhin 100km), den
Rest des Jahres ist dann der Hattinger Tunnel dran, sodaß die Züge dann in Engen
und Immendingen enden werden. Das ganze nennt sich dann wohl "regionale
Korridorsanierung" - man könnte auch meinen, daß die Bahn am Nichtfahren mehr
Spaß hat als an planmäßigem Verkehr...
Im Kampf
gegen Eisregen, den die modernen Drehstromer nicht sonderlich abkönnen, setzte DB
InfraGo im Winter 25/26 auf die Hilfe einer "analogen" Lokomotive: Ende Jänner
2026 mietete man sich kurzfristig 151 029 um "Putzfahrten" auf der
Schwarzwald- und 3Seenbahn durchzuführen.
Am 28. August 2025 jährte sich der Beginn des elektrischen Zugbetriebs auf
der Schwarzwald-Bergstrecke zum 50sten Male. Hobbykollege Andreas hat dem
Anlaß entsprechend einen
tollen Beitrag auf DSO
veröffentlicht, auch der
Schwarzwälder Bote
hat sich dem Thema gewidmet.
In Triberg startete Mitte Juli 2025 eine
umfangreiche Sanierung der charakteristischen Felswand im Bahnhofsbereich,
die Ende November witterungsbedingt beendet wurden. Ein großes "Fangnetz" schützt die
DB-Infrastruktur nun vor herabfallenden Steinen. Im März 2026 wurden die
Arbeiten nun wieder aufgenommen.
Anfang
März 2024 hat DB InfroGO die Planungsleistungen für ein Digitales Stellwerk
Schwarzwald ausgeschrieben. Ersetzt werden sollen in einer ersten
Ausbaustufe die Stellwerke in Hornberg, Triberg, St. Georgen und Donaueschingen
(alle SpDrS/L). "Durch
den schlechten Zustand der brüchigen Adern kann es jederzeit zu Kurzschlüssen in
den Adern kommen und somit zu Stellwerksausfällen führen. Das bedeutet ein
enormes Risiko für den Betriebsablauf", meint zumindest InfraGo. Außerdem sollen
natürlich auch die Einheitsstellwerke in Villingen ersetzt werden. In einer
weiteren Ausbaustufe
würde man gerne weitere Stw von
Hausach bis Sigmaringen aufschalten. Die Bedienplätze sind in einem neu zu
errichtenden BSO in Villingen vorgesehen.
Im August 2024 unterschrieben die Stadt Hausach und die DB eine
Plaungsvereinbarung für den barrierefreien Umbau des Bahnhofs. Die
Bahnsteige sollen auf 55 cm angehoben werden, außerdem ist der Einbau von zwei
Aufzügen geplant.
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