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NEWS (neueste/wichtigste Meldungen oben, der Rest ist eingeordnet)
 

 

  Nachdem die Sommerferien über den Fotografen ein buntes Programm geboten wurde, wird die Schwarzwaldbahn seit Mitte September wieder bis Ende November wegen Bauarbeiten gesperrt sein; es verkehrt der bekannte Schienenersatzverkehr. Während bei der ersten Sperrung vornehmlich auf dem Abschnitt Hornberg-Triberg geackert wurde, soll nun Triberg-St. Georgen drankommen.

 

 

  Die große Sperrung

2021 ist die Schwarzwaldbahn (bis auf die Sommerferien) von Februar bis November quasi nicht durchgängig befahrbar. Vom 20.02. bis 19.03. wurden zwischen Engen und Singen Bahnübergänge erneuert, aktuell finden Bauarbeiten zwischen Hornberg und St. Georgen statt:

- Von Hornberg bis St. Georgen werden Gleise und Weichen erneuert

- Felshangsicherung & Vegetationsarbeiten

- Sanierung Sommerautunnel (schon wieder?!)

- Arbeiten an den Tunnelportalen des Tannenbühl-, Tannenwald- und Steinbistunnels

Aufgrund der Topographie können viele Arbeiten  nicht im 0815-Standardverfahren erledigt werden. Laut DSO sind z.B. keine großen Umbauzüge einsetzbar und das übliche Anliefern neuer Weichen ist teils nicht möglich, sodaß die Weichen erst vor Ort zusammengebaut werden müssen. Dies sind nur zwei Gründe, weshalb eine Komplettsperrung nötig sein soll. Wie üblich werden SEV-Busse eingesetzt, die Fahrzeit verlängert sich um eine Stunde, der Fernverkehr fällt komplett aus. Die Güterzüge nach Villingen werden über Kornwestheim und die Gäubahn umgeleitet, in Engen wird Kopf gemacht.

 

Der EK hat mir freundlicherweise erlaubt, einen sehr informativen Bericht über die Bauarbeiten zu veröffentlichen KLICK! Herzlichen Dank!

 

Kommentar: "Neu" am Schienenersatzverkehr ist im Gegensatz zu früheren Sperrungen, daß nach 17 Uhr unter der Woche bereits ab Offenburg (und nicht erst ab Hausach) in den Bus umgestiegen werden muß. Das heißt dann gut und gerne eineinhalb Stunden im miefigen Gelenkbus auf brettharten Stadtbussitzen verbringen zu müssen. Dazu noch das sich anbahnenede Chaos falls die B33 wirklich gesperrt werden würde. So kann man uns das Bahnfahren natürlich auch abgewöhnen...

Aktuell Busverkehr: Wie erwartet läuft der Schienenersatzverkehr reibungslos. Tagsüber fahren pro Zug zwei Gelenkbusse (wahlweise auch mal ein 3-Achser) zu Berge und zu Tale, in Tagesrandlage einer (für Busfans: leider wurde bislang nur langweiliges 0815-Standardmaterial der SBG/RVS und Subunternehmen aus der Region gesichtet wie Citaro G, Lions City, S417NF, Solaris Urbino; lediglich der Einsatz eines privaten S315 UL an Mo-Do könnte man eventuell als "interessant" bezeichnen). Coronabedingt war anfangs natürlich nicht viel los, sodaß es schon fast die Regel ist, daß im ersten Bus nur eine Handvoll Leute saßen und der zweite nur heiße Luft durch die Gegend beförderte. Zwischenzeitlich hat sich die Lage aber wieder normalisiert.

Aktuell Bahnverkehr: Das ausführende Unternehmen (Schweerbau) setzt in der Baulogistik drei moderne Vossloh-Lokomotiven ein; dazu das übliche Baugerödel (Schotterrechen, Gaf, 2-Wege-Bagger, ...) und zeitweise eine orangene V100 (März-April) bzw. die altrote 232 088 (Juni). 

 

 

Regionalverkehr

 

  Der den Sommer 2020 über gefahrene Umlauf mit einer 218 und drei Doppelstockwagen zwischen Ulm und Donaueschingen ging Anfang November planmäßig in den Winterurlaub. Nach dem Fahrplanwechsel Anfang Dezember 2020 tauchte die 218 dann wieder regelmäßig im "alten" Umlauf auf, ehe die Einsätze mit Einsetzen der Südbahnsperrung Ende März wieder äußerst rar wurden(also nicht erschrecken, wenn doch nur ein 612/628/650 oder eine 245 auftaucht):

 

Ulm 08:17 - RE 3206/3246 - 10:34 Donaueschingen 11:22 - RE 3217/3247 - 13:41 Ulm Hbf

Ulm 14:09/:17 - RE 3218/3248 - 16:34 Donaueschingen 17:22 - RE 3229/3241 - 19:41 Ulm

 

 

 

  Im Dezember 2016 wurde ein Gutachten vorgestellt, welches die Erweiterung des Rinszugs bis St. Georgen empfiehlt. Dadurch könnten Direktverbindungen bis Rottweil angeboten werden. Eine Verlängerung der HzL-Züge bis zur Sommerau oder gar bis Triberg soll sich aber nicht lohnen. Presseberichte: Eins und Zwei und noch ein ausführlicher Bericht aus der Drehscheibe (Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung der DS-Redaktion):

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Inzwischen liegen die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie für eine Verlängerung des Ringzugs von Villingen nach St. Georgen mit vier zusätzlichen Haltepunkten vor. Insgesamt gehen die Gutachter von Kosten in Höhe von mindestens 10 Mio. Euro netto aus. Werden zusätzlich Aufzüge und weitere optionale Bahnsteigzugänge errichtet, ist mit 12 Mio. Euro zu rechnen. Die Räte des Schwarzwald-Baar-Kreises wollen die Ringzug-Verlängerung in das im Entstehen befindliche Konzept „Zukunft Ringzug“ einbinden, über das in der nächsten Mel­dung berichtet wird.

Doch zunächst ein Blick auf die geplanten vier neuen Stationen, die alle je zwei Außenbahnsteige mit 120 m Länge, 55 cm Höhe und 2,5 m Breite erhalten. Villingen West entsteht unmittelbar westlich der Brücke über die Richthofenstraße, von der aus auch der Zugang erfolgt. Neben der schon vorhandenen Besiedlung soll in fußläufiger Entfernung in naher Zukunft neben Wohnungen auch ein städtisches Dienstleistungszentrum entstehen, in das die beiden Rathäuser der Doppelstadt Villingen-Schwenningen verlagert werden. Arbeitstäglich wird eine vierstellige Zahl an Ein- und Aussteigern prognostiziert. Der Hp Peterzell Schoren ist im Bereich der früheren Station Peterzell-Königsfeld um km 75,3 etwa 200 m nördlich des Bahnübergangs der Groppertalstraße geplant. St. Georgen Industrie liegt um die Eisenbahnüberführung Bruderhausweg in km 72,4.

Während diese drei Stationen recht problemlos in der Umsetzung sind, ist die Situation beim Hp Peterzell Dorf etwas komplexer. Neben Zwängen durch die Umgebung (beidseits der Strecke Bachläufe, angrenzende Bebauung sowie naturschutzrechtliche Fragen) liegt die Strecke im Bereich des Bahnübergangs bei km 73,8 in einer langgezogenen Kurve. Und diese hat eine Überhöhung von 120 mm. Der zulässige Grenzwert im Bahnsteigbereich liegt aber bei höchstens 110 mm. Derzeit wird geprüft, ob die Überhöhung reduziert werden kann. Damit wäre eine geringfügige Absenkung der zulässigen Höchst­geschwindigkeit und eine Verlängerung der Fahrzeit im Sekundenbereich verbunden. Ein Bau der Bahnsteige außerhalb der Kurve ist nicht möglich, weil dann die Wege für die Fahrgäste viel zu lang und damit unattraktiv würden.

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Güterverkehr (
Fahrzeiten):
 

  Coronabedingt braucht der Flughafen in Zürich kaum noch Kraftstoff, sodaß die Kerosinzüge nach Mainz Ende April 2020 ausgelegt wurden. Auf eine Rückkehr 2021 brauchen wir baustellenbedingt auch nicht hoffen...

 

 


Fernverkehr
 

  Die Wochenend-IC 2004/2005/2006 (Emden-Konstanz) sind Mitte Februar 2021 das letzte Mal für lange Zeit südlich Karlsruhe gefahren. Baustellenbedingt. Obwohl die Strecke in den Sommerferien (Hochsaison!) wieder befahrbar ist, hält es DB Fernverkehr nicht für nötig, die IC südlich Karlsruhe fahren zu lassen. Erst am 26.11.21 sollen die IC wieder fahren, es bleiben dann nur noch eine Handvoll Möglichkeiten um die klassischen InterCity-Wagen zu nutzen und/oder zu fotografieren, ehe das Zugpaar zum kommenden Fahrplanwechsel auf unsägliches Doppelstockmaterial ("IC2") umgestellt werden könnte: Eine Topp-Gelegenheit  für Masochisten: 10.5-Stunden im IC2 von Konstanz bis Emden! :-(  

 

 

 

 Sonstiges

  Am 12. Juli 2021 kam es auf der Schwarzwaldbahn zu einem größeren Rettungseinstz. Bei den Bauarbeiten im Sommerautunnel fiel ein Gerät aus, daß für die Sauerstoffversorgung der Arbeitenden im Tunnel zuständig war. Mehrere Personen erlitten eine Kohlemnonoxidvergiftung und wurden (größtenteils glücklicherweise nur vorsorglich) zur Abklärung ins nächste Krankenhaus gebracht. Der SchwaBo berichtet.

 

  Am 9. Juli 2020 rollte ein brennender Arbeitstriebwagen führerlos durchs Kinzigtal. Der Zug war auf der Fahrt von Villingen nach Offenburg, als Rauch ausbrach. Weitere Infos und Videos:   Klick!    Klick!    Klick!    Klick!     Klick!

 

  Im Bahnhof Villingen starteten im April 2020 die Bahnsteig-Modernisierungsarbeiten. Für rund 14 Millionen Euro werden in den nächsten Monaten die Bahnsteige erneuert und auf 55cm erhöht sowie zwei Aufzüge errichtet. Presseartikel im SchwaBo.